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#1
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| Sei es aus schierer Seichtheit des Ausbildungssystems (bei vielen Amerikanischen Orgs), sei es aus tauchpolitischem Fundamentalismus und persönlicher fachlicher Inkompetenz einiger Entscheidungsträger wie bei VDST und Konsorten, oder einer Mischung aus beidem wenn man die neueren PADIsierten VDST Ausbildungsvorgaben (leider nicht nur dort...) betrachtet. Egal, "Tauche nicht alleine" ist das heilige Dogma ähnlich der unbefleckten Empfängnis bei den Katholiken. Wer hier irgendwo an einer Basis oder einem Verbandsbewirtschaftenten See solotaucht, macht sich etwa so beliebt wie derjenige der in Riad oder Teheran einen Christopher Street Day veranstalten möchte... Seltsamerweise scheint es selbst im extremst klagefreudigen Amerika mit "qualitativ mäßiger" Sporttauchausbildungstradition auch anders zu funktionieren: http://www.mikeball.com/dive_procedures.htm Zitat aus obiger Webseite: " Solo Diving Mike Ball Dive Expeditions Safe Solo requirement: Minimum age: 18 years if dive master certified or 21 years with proof of 100 dives with 5 in the last 12 months. Equipment Required: Skill Evaluation: - Redundant air system (minimum 6 cubic feet). - Surface snorkel 100 meters wearing scuba and be familiar with use. - Safety sausage. - Demonstrate use of safety sausage. - Dive light on dive if within 2 hours of dusk. - Navigate 100 meters at 5 meters with 75% accuracy. - Dive knife and compass. - Hover at 5 meters for 3 minutes, clear mask. - Slowly surface using redundant air source. Rent pony bottle unit - see prices. " Der Vorgaben/Empfehlungen für Solotauchgänge erscheinen mir sogar (zu) lasch, aber selbst das scheint dort kein Problem zu sein. Wenn ich da das Affentheater in europa sehe welches veranstaltet wird wenn sich jemand erfrecht, nach der Möglichkeit des Solotauchens zu fragen, oje oje.. Hat hier jemand Erfahrungen mit obigem Anbieter? MS |
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#2
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| On 13 Apr., 14:12, Michael Schmidt <ms250...@gmx.de> wrote: > Sei es aus schierer Seichtheit des Ausbildungssystems > (bei vielen Amerikanischen Orgs), > sei es aus tauchpolitischem Fundamentalismus und persönlicher > fachlicher Inkompetenz einiger Entscheidungsträger wie bei VDST und > Konsorten, > oder einer Mischung aus beidem wenn man die neueren PADIsierten VDST > Ausbildungsvorgaben (leider nicht nur dort...) betrachtet. > > Egal, > "Tauche nicht alleine" ist das heilige Dogma > ähnlich der unbefleckten Empfängnis bei den Katholiken. > > Wer hier irgendwo an einer Basis oder einem Verbandsbewirtschaftenten > See solotaucht, macht sich etwa so beliebt wie derjenige der in Riad > oder Teheran einen Christopher Street Day veranstalten möchte... > > Seltsamerweise scheint es selbst im extremst klagefreudigen Amerika > mit "qualitativ mäßiger" Sporttauchausbildungstradition auch anders zu > funktionieren:http://www.mikeball.com/dive_procedures.htm > > Zitat aus obiger Webseite: > " > Solo Diving > Mike Ball Dive Expeditions Safe Solo requirement: > Minimum age: 18 years if dive master certified or 21 years with proof > of 100 dives with 5 in the last 12 months. > > Equipment Required: Skill Evaluation: > - Redundant air system (minimum 6 cubic feet). > - Surface snorkel 100 meters wearing scuba and be familiar with use. > > - Safety sausage. > - Demonstrate use of safety sausage. > > - Dive light on dive if within 2 hours of dusk. > - Navigate 100 meters at 5 meters with 75% accuracy. > > - Dive knife and compass. > - Hover at 5 meters for 3 minutes, clear mask. > > - Slowly surface using redundant air source. > > Rent pony bottle unit - see prices. > " > > Der Vorgaben/Empfehlungen für Solotauchgänge erscheinen mir sogar > (zu) lasch, aber selbst das scheint dort kein Problem zu sein. > > Wenn ich da das Affentheater in europa sehe welches veranstaltet wird > wenn sich jemand erfrecht, nach der Möglichkeit des Solotauchens zu > fragen, oje oje.. > > Hat hier jemand Erfahrungen mit obigem Anbieter? > > MS Hallo Michael Ich erlaube mir mal die Frage zu erweitern Es währe sicherlich allgemein interessant etwas über Solo Kurse zu erfahren. Sinn oder Unsinn mal ausgeschlossen. Viele Informationen findet man nicht. (Ich auf jeden Fall) TDI/SDI bieten einen solchen an. Mehr sind mir zur Zeit nicht bekannt. Was an diesen Kurs für mich interessant währe, ist der Versicherungsschutz |
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#3
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| Hallo Michael, Michael Schmidt schrieb: > "Tauche nicht alleine" ist das heilige Dogma es ist doch immer das gleiche Thema und eigentlich schon lange nicht mehr spannend. Solange du in eigener Verantwortung irgendwo solo tauchst, kannst du das auf der ganzen Welt - inklusive Deutschland jederzeit tun(-: "Eigene Verantwortung", "irgendwo" und damit Soloambitionen werden aber dadurch relativiert bzw. begrenzt, wenn man sich in die (vertragliche) Obhut eines Veranstalters oder Betreibers begibt. Der/die Tauchschein(e) mit dem/denen wir uns dort anmelden, dokumentieren Ausbildung und (hoffentlich) Qualifikation nach den Richtlinien der entsprechenden Verbände/Firmen. Damit kannst du deine Kompetenz zum Solotauchen nicht "belegen". Solange es keinen Solotauchverband mit (allgemein anerkannten) Brevets gibt wird sich daran auch nichts ändern. In einigen Ländern (nicht D, aber z.B. E oder F) kommt noch dazu, dass es Gesetze gibt, die das Tauchen im gewerblichen bzw. Vereinsrahmen streng reglementieren. Solotauchen _darf_ dort von einem Betreiber nicht erlaubt werden. Wenn Mike Ball einen Teil der Verantwortung - und sei es nur aus dem wirtschaftlichen Kalkül, dass sonst kaum einer Solotauchen anbietet - übernimmt, schön. Ich selbst tauche ohne Brevetierung bei Laune Trimix und/oder Solo, egal ob in D, E, F ... ....erwarte aber nicht, dass mir ein (mit-)verantwortlicher Seebetreiber, Basisleiter etc. selbiges gestattet. BTW: Die von dir (in Variationen) immer wieder gern geäußerte Mutmaßung, die "tauche nie allein"-Richtlinie ("Soloverbot") im VDST habe mit der "Inkompetenz einiger Entscheidungsträger" und/oder dem "PADIsieierten VDST" zu tun: Wann wurde in irgend einem Sporttauchverband das Solotauchen offiziell akzeptiert? Nach meinem Wissensstand im VDST noch nie in den 54 Jahren seines Bestehens. Trotzdem viel Spaß beim Solotauchen (habe ich auch(-:) und viel Glück bei der Suche nach einem geeigneten Anbieter. Gruß Stefan |
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#4
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| Hallo Mike, hoffart.mike@googlemail.com schrieb: > Viele Informationen findet man nicht. (Ich auf jeden Fall) > TDI/SDI bieten einen solchen an. Mehr sind mir zur Zeit nicht > bekannt. der SDI-Kurs sieht schon auf dem Papier sehr dürftig aus: "Solodiver" nach zwei Prüfungs-TG mit mageren Anforderungen. BTW: Einen Großteil der dort genannten/geforderten Fähigkeiten halte ich für unverzichtbar für jeden fortgeschrittenen Taucher und baue sie auch gerne in (VDST) **- und ***-Kurse und ein. Ich kann allerdings niemandem sein Brevet verwehren, wenn er sich z.B. seine Ventile nicht selbst abdrehen kann. Geprüft wird das erst bei Nitrox** und Triox. Außer SDI/TDI bieten auch ein paar andere "Solodiver" oder "Selfrescue"-Kurse an. Da ich von bestimmten Anbietern aber rein gar nichts halte, möchte ich noch nicht mal deren Namen hier veröffentlichen(-: > Was an diesen Kurs für mich interessant währe, ist der > Versicherungsschutz Versicherungsschutz hat nichts mit einem Kurs zu tun. So gibt es bei der Versicherung von DAN m.W. keine Einschränkungen bzgl. Solotauchen - wer doch etwas findet möge sich hier melden... Gruß Stefan |
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#5
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| >> "Tauche nicht alleine" ist das heilige Dogma > >es ist doch immer das gleiche Thema und eigentlich schon lange nicht >mehr spannend. Das Thema ist weniger spannend als vielmehr traurig wenn sich die Verhältnisse in unserem schönen Sport immer mehr hin zu einer deppenkompatiblen Vollkaskomentalität hin entwickelt und der Begriff "Eigenverantwortung " als eine expotische Vokabel eines wunderlichen Paralleluniversums erscheint. >Solange du in eigener Verantwortung irgendwo solo >tauchst, kannst du das auf der ganzen Welt - inklusive Deutschland >jederzeit tun(-: Was ich auch tue... > >"Eigene Verantwortung", "irgendwo" und damit Soloambitionen werden >aber dadurch relativiert bzw. begrenzt, wenn man sich in die >(vertragliche) Obhut eines Veranstalters oder Betreibers begibt. Vertraglich zugesichert erwarte (und bezahle) ich das die Luft ok ist, die Flasche incl Ventil funktioniert, die Transportleistung stimmt (z.B. das Schiff seetüchtig ist). Was ich nicht erwarte und zu zahlen bereit bin ist das depperte Gelaber eines Exkameltreibers oder gescheitertert HarzVler (vulgo: "Tauchguide") der mir erzählen will wie und wo es mir erlaubt ist. Vom Taxifahreer erwarte ich auch nicht das wer mich zutextet ob denn mein genanntes Fahrtziel Sinn macht. >Der/die Tauchschein(e) mit dem/denen wir uns dort anmelden, >dokumentieren Ausbildung und (hoffentlich) Qualifikation nach den >Richtlinien der entsprechenden Verbände/Firmen. Damit kannst du deine >Kompetenz zum Solotauchen nicht "belegen". Häufig gehört, aber trotzdem ziemlich lächerlich. Muss ich demnächst wenn ich mir ein neues Jacket Kaufe die Kompetenz belegen, dass ich auch mit rotem statt mit blauem Jacket tauchen kann? Oder wenn sich die Schnorchelform geändert hat? Bei neuen Flossen? Bei anderer Flaschengröße? Bei mancher PAIDschen Hohlbirne mag das vielleicht Sinn machen, ich habe das bisher noch nicht gebraucht und ein klitzekleines bischen differenzieren sollte doch schon drin sein? Wenn Andere geschädigt werden können (Luftfahrt!) machen diffizielere Vorgaben Sinn. Aber ein Skifahrer (oder ein x-beliebiger anderer Sportler) würde sich totlachen wenn jemand ankäme und würde verlangen dass er seine Kompetenz zum Besuchen der schwarzen Piste belege? (Nebenbei: Das Potential, jemanden beim Skifahren zu schädigen ist um Größenordnungen höher als beim Tauchen!) So Gehirngewaschen unter den Sportlern sind wohl nur Taucher dass sie für trivialste Abwandlungen einer Tätigkeit neue "Belege" meinen brauchen zu müssen. >Solange es keinen >Solotauchverband mit (allgemein anerkannten) Brevets gibt wird sich >daran auch nichts ändern. >In einigen Ländern (nicht D, aber z.B. E oder F) kommt noch dazu, dass >es Gesetze gibt, die das Tauchen im gewerblichen bzw. Vereinsrahmen >streng reglementieren. Solotauchen _darf_ dort von einem Betreiber >nicht erlaubt werden. >Wenn Mike Ball einen Teil der Verantwortung - und sei es nur aus dem >wirtschaftlichen Kalkül, dass sonst kaum einer Solotauchen anbietet - >übernimmt, schön. Welche Verantwortung übernimmt er denn konkret? Übernimmt er Versicherungsleistungen? Könnte es sein, dass (oh welch Unwort) Eigenverantwortung erwartet wird? Ein Vorteil für ihn könnte allerdings sein, dass man im amerikanischen Rechtsraum wohl sehr viel weitergehende gerichtsfeste Haftungsausschlüsse vereinbaren kann als es in D möglich ist. >Ich selbst tauche ohne Brevetierung bei Laune Trimix und/oder Solo, >egal ob in D, E, F ... >...erwarte aber nicht, dass mir ein (mit-)verantwortlicher >Seebetreiber, Basisleiter etc. selbiges gestattet. Das ist, mit Verlaub, eine zeimlich masochistische Rechtsinterpretation. Seit wann hat mir jemand eine bestimmte, fachlich nicht zu beanstandende Detailpraxis oder -prozedur **ZU GESTATTEN**? Ich erwarte nirgendwo, das mir jemand das GESTATTET, ich erwarte allerdings schon als freier Bürger in einem freien Land dass etwas nicht ohne sinnvollen Grund verboten ist. Ja und der "sinnvolle Grund" gegen das Solotauchen beim erfahrenen Taucher ...wo ist der denn??? Ich gestatte niemandem keinem die schwarze Piste herunterzufahren. Warum sollte ich es? Ich kann beraten und Empfehlungen aussprechen, es zu gestatten oder nicht ist schlicht nicht meine Aufgabe und wäre eine Anmaßung! > >BTW: Die von dir (in Variationen) immer wieder gern geäußerte >Mutmaßung, die "tauche nie allein"-Richtlinie ("Soloverbot") im VDST >habe mit der "Inkompetenz einiger Entscheidungsträger" und/oder dem >"PADIsieierten VDST" zu tun: Was mich schon verwundert bei der Akademikerdichte im VDST, man würde man da eigentlich mehr erwarten. Oder sind dort weniger die klugen, kompetenten Fachleute sondern heute eher die promovierten angepassten Edelprolls? >Wann wurde in irgend einem Sporttauchverband das Solotauchen offiziell >akzeptiert? Warum hat er es zu **akzeptieren**? Es geht darum, etwas nicht zu verbieten, nicht aus dem Versicherungsschutz herauszunehmen, ect. > Nach meinem Wissensstand im VDST noch nie in den 54 Jahren > seines Bestehens. Na, wenn sich in 54 Jahren nichts und auch garnichts bewegt ist das kein Qualitätsbeweis... >Trotzdem viel Spaß beim Solotauchen (habe ich auch(-:) und viel Glück >bei der Suche nach einem geeigneten Anbieter. habe ich. Wenn bezgl dieses Themas generell mal die Neuzeit eingeläutet würde, wäre das allerdings schön und würde meine taucherischen Möglichkeiten erweitern (und die Möglichkeit an mir Geld zu verdienen). MS |
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#6
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| >> Viele Informationen findet man nicht. (Ich auf jeden Fall) >> TDI/SDI bieten einen solchen an. Mehr sind mir zur Zeit nicht >> bekannt. > >der SDI-Kurs sieht schon auf dem Papier sehr dürftig aus: "Solodiver" >nach zwei Prüfungs-TG mit mageren Anforderungen. wenn das diese sind: http://www.instructor4diving.de/i4d/...solo-diver.htm kann ich nur zustimmen! Spielt sich hier alles auf ziemlichem Anfängerniveau ab. Redundante Luftversorgung? Konzeption, Umgang damit? Fehlanzeige obwohl äußerst wichtig für die Sololeute. Ob so ein Kurs der Bringer ist? Wenn man sich Richtung sicheres Solotauchen entwickeln möchte muss man bei sich selbst ansetzen. Sehr viel spielt sich im Kopf ab. Man braucht eine gewisse Gelassenheit bis hin zur Kaltblütigkeit welche man mit der Zeit entwickeln muss. Hilfreich sind dazu das Durchspielen von "what-if" Szenarien? Man überlege sich Fehlerszenarien und wie man darauf sinnvoll reagiert. Wenn einem dazu schon entspannt am grünen Tisch nichts einfällt...schlecht. Man bespreche dann das mit erfahrenen Tauchern und überlege sich, was eventuell an Konfigurationsänderungen erforderlich ist. Da man sich selbst in der Regel nicht annähernd vorstellen kann was alles passiert bzw von Tauchern schon verbockt worden ist lasse man sich von den erfahrenen Tauchern mal erzählen was sie an "close calls", "unerfreulichen Ereignissen", "Beihnaheunfällen" erlebt haben. Dabei überlege man sich wie man selber reagiert hätte und, wichtiger noch, ob man überhaupt das Problem rechtzeitig erkannt hätte. Letzteres sollte man nicht unterschätzen, machnmal ist es das Schwierigste überhaupt (rechtzeitig!) zu erkennen dass ein Problem besteht! Wer das nicht glaubt schaue sich mal bei den Kreislauftauchern um... Man kann beim Tauchen auch Übungen einbauen um Gelassenheit und Kaltblütigkeit zu trainieren. Empfehlung Nr 1 - tauchen gehen und den Horizont erweitern. Wer viel gesehen und erlebt hat kann im Falle eines Falles auf Erfahrungswerte zurückgreifen die entscheident sein können. Die Klassiker aus der VDST Ausbildung/Prüfung (Wechselatmungsaufstieg und Tarieraufstieg aus n Metern, nicht mit der Badehose in Ägypten sondern mit Trocki im dunklen See!) schulen gut die Wasservertrautheit und den Umgang mit der eigenen Ausrüstung. Heute umstrittene Übungen wie z.B. sich während des TGs vom Partner ohne Vorankündigung die Flasche zudrehen zu lassen sind auch recht hilfreich. Aber Vorsicht, bevor man das angeht sollte schon eine gewisse Erfahrung vorhanden sein. Auch die Apnoe Fähigkeiten sollten nicht vernachlässigt werden. Ein befreundeter TL Kollege drückte das mal so aus: (Atemanhaltezeit / 2 ) ist in etwa die Zeit die man in einem "keine Luft" Zwischenfall für Maßnahmen zur Verfügung hat. Wessen Atemanhaltezeit bei 2min+ liegt kann es ruhig angehen. Bei einer max Atemanhaltezeit von 20s (Reaktionszeit 10s ...) kann es im Falle eines Falles schon SEHR knapp werden... Vielleicht eine kleine Anregung... Man merkt auf jeden Fall, vielen wichtige Punkte liegen in der psychologischen Ebene und lassen sich nur schwierig im Kursrahmen sinnhaft abprüfen... An Literatur gibt es das Buch von Robert von Maier, Titel: "Solodiving" (Ich weiss nicht ob es das inzwischen schon auf deutsch gibt) Das Buch ist nett geschrieben, kratzt aber auch etwas an der Oberfläche der Thematik un ist eher für den nicht so sehr erfahrenen Taucher geeignet. Ansonsten schadet das einlesen in die Höhlentauch und Tek Literatur sicher nicht um sich mit der Redundanzproblematik und Gerätekonfigurationen zu beschäftigen. >BTW: Einen Großteil der dort genannten/geforderten Fähigkeiten halte >ich für unverzichtbar für jeden fortgeschrittenen Taucher und baue sie >auch gerne in (VDST) **- und ***-Kurse und ein. >Ich kann allerdings >niemandem sein Brevet verwehren, wenn er sich z.B. seine Ventile nicht >selbst abdrehen kann. Geprüft wird das erst bei Nitrox** und Triox. Das ist sehr gut. Manche TL Kollegen lehren leider noch den Nonsens, das man auf den Partner wartet der das Ventil zudreht. Nur leider warten da manche sehr lange bzw vergebens... >Außer SDI/TDI bieten auch ein paar andere "Solodiver" oder >"Selfrescue"-Kurse an. Da ich von bestimmten Anbietern aber rein gar >nichts halte, meinst du AT*C ? >möchte ich noch nicht mal deren Namen hier >veröffentlichen(-: So manche sind da nicht wirklich durch Kompetenz hervorgetreten... >> Was an diesen Kurs für mich interessant währe, ist der >> Versicherungsschutz Was möchtest du zu welchen Summen versichert haben? >Versicherungsschutz hat nichts mit einem Kurs zu tun. So gibt es bei >der Versicherung von DAN m.W. keine Einschränkungen bzgl. Solotauchen kenne auch nur DAN >- wer doch etwas findet möge sich hier melden... würde mich auch interessieren MS |
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#7
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| Michael, Michael Schmidt schrieb: > Das Thema ist weniger spannend als vielmehr traurig wenn sich die > Verhältnisse in unserem schönen Sport immer mehr hin zu einer > deppenkompatiblen Vollkaskomentalität hin entwickelt und der Begriff > "Eigenverantwortung " als eine expotische Vokabel eines wunderlichen > Paralleluniversums erscheint. traurig finde ich viel mehr, wie oft du dir selbst widersprichst und in deiner Verbohrtheit Argumenten nicht zugänglich bist. Da du darüber hinaus noch nicht einmal in der Lage oder Willens bist, hier allgemein akzeptierte Grundregeln der Höflichkeit - und sei es nur als Floskel - zu beachten ist für mich hier vorläufig Endstation. Nur damit es nicht heißt, ich würde unbewiesene Behauptungen aufstellen (s.o.) und um dieses Thema abzurunden sozusagen "an alle"... MS lamentiert hier regelmäßig über "PADIsierung", "Entwicklung zu deppenkompatibler Vollkaskomentalität" usw., gibt aber gleichzeitig zu, dass das Solotauchen in 54 Jahren VDST noch nie akzeptiert war ("wenn sich in 54 Jahren nichts und auch garnichts bewegt"), von anderen Sporttauch"verbänden"/-firmen ganz zu schweigen. Wenn er ein Problem damit und mit anderen Regelungen des VDST hat, sollte er sich dort - z.B. für das Solotauchen - engagieren, oder einen eigenen Verband mit eigenen Regeln gründen. Das empfehle ich ihm hier nicht zum ersten Mal)-: Ich kann mich nicht daran erinnern, in den letzten 15 Jahren - so lange habe ich mit dem VDST zu tun - auch nur einen einzigen Beitrag eines "Michael Schmidt" (-> Realname?) in einer VDST-Veröffentlichung gelesen oder bei einer VDST-Veranstaltung gehört zu haben, egal zu welchem Thema. Dieses pathologisch anmutende ständige Abkotzen aus dem off nervt mich gewaltig und gilt im Allgemeinen nicht als probates Mittel, um Veränderungen herbeizuführen. > Vom Taxifahreer erwarte ich auch nicht das wer mich zutextet ob denn > mein genanntes Fahrtziel Sinn macht. Schlechtes Beispiel(-; Auch wenn MS den Taxifahrer "bezahlt": Die Regeln für diese Beförderung sind gesetzlich festgelegt und werden nicht vom Fahrgast bestimmt. Der Taxifahrer ist nach der Bezahlung nicht Leibeigener oder willenloser Befehlsempfänger des Fahrgastes... > ertraglich zugesichert erwarte (und bezahle) ich das die Luft ok ist, > die Flasche incl Ventil funktioniert, die Transportleistung stimmt > (z.B. das Schiff seetüchtig ist). MS bezahlt für die vom Anbieter angebotene Leistung inklusive der vertraglich von/für beide(n) Seiten vereinbarten Einschränkungen. Die Freiheit besteht darin, das zu akzeptieren, vor Vertragsabschluss andere Regeln auszuhandeln und zu unterschreiben, oder eben nicht (Dass diese Regeln natürlich nicht gegen geltendes Recht oder die "guten Sitten" verstoßen dürfen ist klar). > Das ist, mit Verlaub, eine zeimlich masochistische > Rechtsinterpretation. Dafür hat die Rechtsinterpretation von MS IMHO einen geradezu frühkindlichen Charakter(-; > Seit wann hat mir jemand eine bestimmte, fachlich nicht zu > beanstandende Detailpraxis oder -prozedur **ZU GESTATTEN**? Derlei akzeptiert jeder von uns täglich, z.B. beim Abschluss verschiedenster Rechtsgeschäfte. Die Grenzen der persönlichen Freiheit werden im Alltag auf unterschiedlichste Weise determiniert, in den seltensten Fällen von uns selbst. Eigenartig, dass dies extra erwähnt werden muss.... BTW: Solotauchen ist keine "Detailpraxis", sondern eine grundlegend andere Herangehensweise. Wenn die Menge derer, die derartiges nicht akzeptiert allerdings wächst und z.B. Tauchboote aus diesem Grund leer bleiben, könnte das natürlich auch zu einem Sinneswandel bei den Anbietern führen... > Muss ich demnächst wenn ich mir ein neues Jacket Kaufe die Kompetenz > belegen, dass ich auch mit rotem statt mit blauem Jacket tauchen > kann? Die Verbände/Firmen bilden zum Tauchen mit Jacket aus, die Farbe ist bei der Bedienung unerheblich und - JA, der Verkäufer (wird kaum so blöd sein aber) kann entscheiden, dass er nur eines verkauft, wenn man ihm ein Brevet vorlegt. Es ist nämlich _seine Freiheit_, wem er etwas verkauft, die Bedingungen bestimmt er (im Rahmen geltender Gesetze). Gar nicht eingegangen ist MS auch auf die Tatsache, dass Anbieter in Ländern wie z.B. Frankreich die Erlaubnis zum Solotauchen _per Gesetz_ gar nicht geben dürfen. Sollte ein Basisbetreiber seine Lebensgrundlage aufs Spiel setzen, nur damit ein Kunde seinen pubertären Freiheitsbegriff ausleben kann? Und nochmals: Nein, ich habe - ab einem gewissen Ausbildungsgrad, Kenntnisstand und vor allem Fähigkeit (="Solokompetenz") - nichts gegen das Solotauchen und genieße es gerne selbst(-: Solotauchen kann sicherer sein als der Versuch der Eliminierung und/oder Ignoranz von Defiziten und Inkompetenz durch Delegieren (=Buddy-Team). In einem _eigenverantwortlichen_ Rahmen kann jeder selbst entscheiden, ob oder ob nicht. Das _ist_ Freiheit, bei deren Ausleben man sich sogar versichern kann (m.W. z.B. bei DAN). Das reicht aber jetzt endgültig(-; Gruß Stefan |
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#8
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| hoffart.mike@googlemail.com writes: > Was an diesen Kurs für mich interessant währe, ist der > Versicherungsschutz Also http://www.psa-berlin.de/ bietet unter TecDiving "die einzige, weltweit standardisierte (und versicherte*) Zertifizierung für Solo Taucher in Deutsch" an. Die Formulierung des Kleingedruckten erscheint mir allerdings etwas seltsam: *Wir stellen unseren zertifizierten Solo Tauchern die erforderliche Korrespondenzmit DAN Europe und DAN Deutschland zur Verfügung. Andreas -- Es gibt nichts langweiligeres als ein komplettes und vollstaendiges System. (Holger Veit in de.org.ccc) |
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#9
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| Hallo Andreas, Andreas Kaune schrieb: > Also http://www.psa-berlin.de/ bietet unter TecDiving "die einzige, > weltweit standardisierte (und versicherte*) Zertifizierung für Solo > Taucher in Deutsch" an. einen Tauch"verband", der ein 6(!)-stufiges Deep-Air-Brevet: Level 1(30m)=¤100 Level 2(40m)=¤130 Level 3(45m)=¤150 Level 4(55m)=¤180 Level 5(60m)=¤200 Level 6(73m)=¤300 mit der Vorgabe "Die Kurse sind nur der Reihe nach zu durchlaufen" (ok, mit Rabattstaffel(-;) anbietet kann ich nicht wirklich Ernst nehmen... ....Die Seite ist aber trotzdem (oder gerade wegen solcher highlights) einen Besuch wert((((-; Gruß Stefan |
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#10
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| "Stefan Franz" <stfr-news@arcor.de> schrieb > einen Tauch"verband", der ein 6(!)-stufiges Deep-Air-Brevet: > Level 1(30m)=¤100 > Level 2(40m)=¤130 > Level 3(45m)=¤150 > Level 4(55m)=¤180 > Level 5(60m)=¤200 > Level 6(73m)=¤300 > mit der Vorgabe "Die Kurse sind nur der Reihe nach zu durchlaufen" > (ok, mit Rabattstaffel(-;) > > anbietet kann ich nicht wirklich Ernst nehmen... Zusätzlich zahlst Du jeweils pro Kurs 30 Euronen für ein "Manual" und ein Zertifikat. Und der stetig steigende Preis pro Tiefe je Kurs ist wohl die Gefahrenzulage für den Anweiser. 'nen OWD, eine Mindestzahl TG ist nicht erforderlich. Die Typen haben einen schweren "Morbus Bahlsen". Mehr fällt mir dazu nicht ein. > ...Die Seite ist aber trotzdem (oder gerade wegen solcher highlights) > einen Besuch wert((((-; Ja, ich habe mich schlapp gelacht. Was es alles für Spinner beim Tauchen gibt, ist schon erschreckend... ich mal zu dem "Einfamilienhaus in 12527 Grünau" und trinke mit "Willi" eine "gemütliche" Tasse Tee in seinem "Garten" und unterhalte mich mit ihm über Behandlungsmöglichkeiten, die für ihn in Frage kommen.. vg Peter |
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