scubish.com - HOME
Tauchszene Topliste http://www.okidokidiving.de Top100 Tauchen&Reisen - Die besten Taucherwebseiten und viele Informationen zum Thema Reisen TopDive 50 Listinus Toplisten
 


Go Back   scubish.com - Scuba Diving Forum > Regional Travel and Dive News > Europe > Germany > (German)
Register FAQ Search Today's Posts Mark Forums Read


Welcome to the scubish.com - Scuba Diving Forum forums.

You are currently viewing our boards as a guest which gives you limited access to view most discussions and access our other features. By joining our free community you will have access to post topics, communicate privately with other members (PM), respond to polls, upload content and access many other special features. Registration is fast, simple and absolutely free so please, join our community today!

If you have any problems with the registration process or your account login, please contact contact us.



Reply
 
LinkBack Thread Tools Display Modes
  #1  
Old 04-13-2008, 08:12 AM
Michael Schmidt
 
Posts: n/a
Default offizielles Solodiving - Es geht anscheinend sogar bei Amerikanern...


Sei es aus schierer Seichtheit des Ausbildungssystems
(bei vielen Amerikanischen Orgs),
sei es aus tauchpolitischem Fundamentalismus und persönlicher
fachlicher Inkompetenz einiger Entscheidungsträger wie bei VDST und
Konsorten,
oder einer Mischung aus beidem wenn man die neueren PADIsierten VDST
Ausbildungsvorgaben (leider nicht nur dort...) betrachtet.

Egal,
"Tauche nicht alleine" ist das heilige Dogma
ähnlich der unbefleckten Empfängnis bei den Katholiken.

Wer hier irgendwo an einer Basis oder einem Verbandsbewirtschaftenten
See solotaucht, macht sich etwa so beliebt wie derjenige der in Riad
oder Teheran einen Christopher Street Day veranstalten möchte...


Seltsamerweise scheint es selbst im extremst klagefreudigen Amerika
mit "qualitativ mäßiger" Sporttauchausbildungstradition auch anders zu
funktionieren:
http://www.mikeball.com/dive_procedures.htm

Zitat aus obiger Webseite:
"
Solo Diving
Mike Ball Dive Expeditions Safe Solo requirement:
Minimum age: 18 years if dive master certified or 21 years with proof
of 100 dives with 5 in the last 12 months.

Equipment Required: Skill Evaluation:
- Redundant air system (minimum 6 cubic feet).
- Surface snorkel 100 meters wearing scuba and be familiar with use.

- Safety sausage.
- Demonstrate use of safety sausage.

- Dive light on dive if within 2 hours of dusk.
- Navigate 100 meters at 5 meters with 75% accuracy.

- Dive knife and compass.
- Hover at 5 meters for 3 minutes, clear mask.


- Slowly surface using redundant air source.

Rent pony bottle unit - see prices.
"

Der Vorgaben/Empfehlungen für Solotauchgänge erscheinen mir sogar
(zu) lasch, aber selbst das scheint dort kein Problem zu sein.

Wenn ich da das Affentheater in europa sehe welches veranstaltet wird
wenn sich jemand erfrecht, nach der Möglichkeit des Solotauchens zu
fragen, oje oje..

Hat hier jemand Erfahrungen mit obigem Anbieter?

MS
Reply With Quote
  #2  
Old 04-13-2008, 08:58 AM
hoffart.mike@googlemail.com
 
Posts: n/a
Default Re: offizielles Solodiving - Es geht anscheinend sogar beiAmerikanern...

On 13 Apr., 14:12, Michael Schmidt <ms250...@gmx.de> wrote:
> Sei es aus schierer Seichtheit des Ausbildungssystems
> (bei vielen Amerikanischen Orgs),
> sei es aus tauchpolitischem Fundamentalismus und persönlicher
> fachlicher Inkompetenz einiger Entscheidungsträger wie bei VDST und
> Konsorten,
> oder einer Mischung aus beidem wenn man die neueren PADIsierten VDST
> Ausbildungsvorgaben (leider nicht nur dort...) betrachtet.
>
> Egal,
> "Tauche nicht alleine" ist das heilige Dogma
> ähnlich der unbefleckten Empfängnis bei den Katholiken.
>
> Wer hier irgendwo an einer Basis oder einem Verbandsbewirtschaftenten
> See solotaucht, macht sich etwa so beliebt wie derjenige der in Riad
> oder Teheran einen Christopher Street Day veranstalten möchte...
>
> Seltsamerweise scheint es selbst im extremst klagefreudigen Amerika
> mit "qualitativ mäßiger" Sporttauchausbildungstradition auch anders zu
> funktionieren:http://www.mikeball.com/dive_procedures.htm
>
> Zitat aus obiger Webseite:
> "
> Solo Diving
> Mike Ball Dive Expeditions Safe Solo requirement:
> Minimum age: 18 years if dive master certified or 21 years with proof
> of 100 dives with 5 in the last 12 months.
>
> Equipment Required: Skill Evaluation:
> - Redundant air system (minimum 6 cubic feet).
> - Surface snorkel 100 meters wearing scuba and be familiar with use.
>
> - Safety sausage.
> - Demonstrate use of safety sausage.
>
> - Dive light on dive if within 2 hours of dusk.
> - Navigate 100 meters at 5 meters with 75% accuracy.
>
> - Dive knife and compass.
> - Hover at 5 meters for 3 minutes, clear mask.
>
> - Slowly surface using redundant air source.
>
> Rent pony bottle unit - see prices.
> "
>
> Der Vorgaben/Empfehlungen für Solotauchgänge erscheinen mir sogar
> (zu) lasch, aber selbst das scheint dort kein Problem zu sein.
>
> Wenn ich da das Affentheater in europa sehe welches veranstaltet wird
> wenn sich jemand erfrecht, nach der Möglichkeit des Solotauchens zu
> fragen, oje oje..
>
> Hat hier jemand Erfahrungen mit obigem Anbieter?
>
> MS


Hallo Michael
Ich erlaube mir mal die Frage zu erweitern

Es währe sicherlich allgemein interessant etwas über Solo Kurse zu
erfahren. Sinn oder Unsinn mal ausgeschlossen.
Viele Informationen findet man nicht. (Ich auf jeden Fall)
TDI/SDI bieten einen solchen an. Mehr sind mir zur Zeit nicht
bekannt.

Was an diesen Kurs für mich interessant währe, ist der
Versicherungsschutz

Reply With Quote
  #3  
Old 04-13-2008, 09:18 AM
Stefan Franz
 
Posts: n/a
Default Re: offizielles Solodiving - Es geht anscheinend sogar bei Amerikanern...

Hallo Michael,

Michael Schmidt schrieb:
> "Tauche nicht alleine" ist das heilige Dogma


es ist doch immer das gleiche Thema und eigentlich schon lange nicht
mehr spannend. Solange du in eigener Verantwortung irgendwo solo
tauchst, kannst du das auf der ganzen Welt - inklusive Deutschland
jederzeit tun(-:

"Eigene Verantwortung", "irgendwo" und damit Soloambitionen werden
aber dadurch relativiert bzw. begrenzt, wenn man sich in die
(vertragliche) Obhut eines Veranstalters oder Betreibers begibt.
Der/die Tauchschein(e) mit dem/denen wir uns dort anmelden,
dokumentieren Ausbildung und (hoffentlich) Qualifikation nach den
Richtlinien der entsprechenden Verbände/Firmen. Damit kannst du deine
Kompetenz zum Solotauchen nicht "belegen". Solange es keinen
Solotauchverband mit (allgemein anerkannten) Brevets gibt wird sich
daran auch nichts ändern.
In einigen Ländern (nicht D, aber z.B. E oder F) kommt noch dazu, dass
es Gesetze gibt, die das Tauchen im gewerblichen bzw. Vereinsrahmen
streng reglementieren. Solotauchen _darf_ dort von einem Betreiber
nicht erlaubt werden.

Wenn Mike Ball einen Teil der Verantwortung - und sei es nur aus dem
wirtschaftlichen Kalkül, dass sonst kaum einer Solotauchen anbietet -
übernimmt, schön.

Ich selbst tauche ohne Brevetierung bei Laune Trimix und/oder Solo,
egal ob in D, E, F ...
....erwarte aber nicht, dass mir ein (mit-)verantwortlicher
Seebetreiber, Basisleiter etc. selbiges gestattet.

BTW: Die von dir (in Variationen) immer wieder gern geäußerte
Mutmaßung, die "tauche nie allein"-Richtlinie ("Soloverbot") im VDST
habe mit der "Inkompetenz einiger Entscheidungsträger" und/oder dem
"PADIsieierten VDST" zu tun:
Wann wurde in irgend einem Sporttauchverband das Solotauchen offiziell
akzeptiert? Nach meinem Wissensstand im VDST noch nie in den 54 Jahren
seines Bestehens.

Trotzdem viel Spaß beim Solotauchen (habe ich auch(-:) und viel Glück
bei der Suche nach einem geeigneten Anbieter.

Gruß

Stefan


Reply With Quote
  #4  
Old 04-13-2008, 09:49 AM
Stefan Franz
 
Posts: n/a
Default Re: offizielles Solodiving - Es geht anscheinend sogar bei Amerikanern...

Hallo Mike,

hoffart.mike@googlemail.com schrieb:
> Viele Informationen findet man nicht. (Ich auf jeden Fall)
> TDI/SDI bieten einen solchen an. Mehr sind mir zur Zeit nicht
> bekannt.


der SDI-Kurs sieht schon auf dem Papier sehr dürftig aus: "Solodiver"
nach zwei Prüfungs-TG mit mageren Anforderungen.
BTW: Einen Großteil der dort genannten/geforderten Fähigkeiten halte
ich für unverzichtbar für jeden fortgeschrittenen Taucher und baue sie
auch gerne in (VDST) **- und ***-Kurse und ein. Ich kann allerdings
niemandem sein Brevet verwehren, wenn er sich z.B. seine Ventile nicht
selbst abdrehen kann. Geprüft wird das erst bei Nitrox** und Triox.

Außer SDI/TDI bieten auch ein paar andere "Solodiver" oder
"Selfrescue"-Kurse an. Da ich von bestimmten Anbietern aber rein gar
nichts halte, möchte ich noch nicht mal deren Namen hier
veröffentlichen(-:

> Was an diesen Kurs für mich interessant währe, ist der
> Versicherungsschutz


Versicherungsschutz hat nichts mit einem Kurs zu tun. So gibt es bei
der Versicherung von DAN m.W. keine Einschränkungen bzgl. Solotauchen
- wer doch etwas findet möge sich hier melden...

Gruß

Stefan
Reply With Quote
  #5  
Old 04-13-2008, 10:35 AM
Michael Schmidt
 
Posts: n/a
Default Re: offizielles Solodiving - Es geht anscheinend sogar bei Amerikanern...


>> "Tauche nicht alleine" ist das heilige Dogma

>
>es ist doch immer das gleiche Thema und eigentlich schon lange nicht
>mehr spannend.

Das Thema ist weniger spannend als vielmehr traurig wenn sich die
Verhältnisse in unserem schönen Sport immer mehr hin zu einer
deppenkompatiblen Vollkaskomentalität hin entwickelt und der Begriff
"Eigenverantwortung " als eine expotische Vokabel eines wunderlichen
Paralleluniversums erscheint.

>Solange du in eigener Verantwortung irgendwo solo
>tauchst, kannst du das auf der ganzen Welt - inklusive Deutschland
>jederzeit tun(-:

Was ich auch tue...

>
>"Eigene Verantwortung", "irgendwo" und damit Soloambitionen werden
>aber dadurch relativiert bzw. begrenzt, wenn man sich in die
>(vertragliche) Obhut eines Veranstalters oder Betreibers begibt.

Vertraglich zugesichert erwarte (und bezahle) ich das die Luft ok ist,
die Flasche incl Ventil funktioniert, die Transportleistung stimmt
(z.B. das Schiff seetüchtig ist).
Was ich nicht erwarte und zu zahlen bereit bin ist das depperte
Gelaber eines Exkameltreibers oder gescheitertert HarzVler (vulgo:
"Tauchguide") der mir erzählen will wie und wo es mir erlaubt ist.
Vom Taxifahreer erwarte ich auch nicht das wer mich zutextet ob denn
mein genanntes Fahrtziel Sinn macht.


>Der/die Tauchschein(e) mit dem/denen wir uns dort anmelden,
>dokumentieren Ausbildung und (hoffentlich) Qualifikation nach den
>Richtlinien der entsprechenden Verbände/Firmen. Damit kannst du deine
>Kompetenz zum Solotauchen nicht "belegen".

Häufig gehört, aber trotzdem ziemlich lächerlich.
Muss ich demnächst wenn ich mir ein neues Jacket Kaufe die Kompetenz
belegen, dass ich auch mit rotem statt mit blauem Jacket tauchen kann?
Oder wenn sich die Schnorchelform geändert hat? Bei neuen Flossen? Bei
anderer Flaschengröße?
Bei mancher PAIDschen Hohlbirne mag das vielleicht Sinn machen, ich
habe das bisher noch nicht gebraucht und ein klitzekleines bischen
differenzieren sollte doch schon drin sein?
Wenn Andere geschädigt werden können (Luftfahrt!) machen diffizielere
Vorgaben Sinn.
Aber ein Skifahrer (oder ein x-beliebiger anderer Sportler) würde sich
totlachen wenn jemand ankäme und würde verlangen dass er seine
Kompetenz zum Besuchen der schwarzen Piste belege?
(Nebenbei: Das Potential, jemanden beim Skifahren zu schädigen ist um
Größenordnungen höher als beim Tauchen!)
So Gehirngewaschen unter den Sportlern sind wohl nur Taucher dass sie
für trivialste Abwandlungen einer Tätigkeit neue "Belege" meinen
brauchen zu müssen.

>Solange es keinen
>Solotauchverband mit (allgemein anerkannten) Brevets gibt wird sich
>daran auch nichts ändern.
>In einigen Ländern (nicht D, aber z.B. E oder F) kommt noch dazu, dass
>es Gesetze gibt, die das Tauchen im gewerblichen bzw. Vereinsrahmen
>streng reglementieren. Solotauchen _darf_ dort von einem Betreiber
>nicht erlaubt werden.



>Wenn Mike Ball einen Teil der Verantwortung - und sei es nur aus dem
>wirtschaftlichen Kalkül, dass sonst kaum einer Solotauchen anbietet -
>übernimmt, schön.

Welche Verantwortung übernimmt er denn konkret?
Übernimmt er Versicherungsleistungen?
Könnte es sein, dass (oh welch Unwort) Eigenverantwortung erwartet
wird?
Ein Vorteil für ihn könnte allerdings sein, dass man im amerikanischen
Rechtsraum wohl sehr viel weitergehende gerichtsfeste
Haftungsausschlüsse vereinbaren kann als es in D möglich ist.

>Ich selbst tauche ohne Brevetierung bei Laune Trimix und/oder Solo,
>egal ob in D, E, F ...
>...erwarte aber nicht, dass mir ein (mit-)verantwortlicher
>Seebetreiber, Basisleiter etc. selbiges gestattet.

Das ist, mit Verlaub, eine zeimlich masochistische
Rechtsinterpretation.
Seit wann hat mir jemand eine bestimmte, fachlich nicht zu
beanstandende Detailpraxis oder -prozedur **ZU GESTATTEN**?
Ich erwarte nirgendwo, das mir jemand das GESTATTET,
ich erwarte allerdings schon als freier Bürger in einem freien Land
dass etwas nicht ohne sinnvollen Grund verboten ist.
Ja und der "sinnvolle Grund" gegen das Solotauchen beim erfahrenen
Taucher ...wo ist der denn???
Ich gestatte niemandem keinem die schwarze Piste herunterzufahren.
Warum sollte ich es? Ich kann beraten und Empfehlungen aussprechen, es
zu gestatten oder nicht ist schlicht nicht meine Aufgabe und wäre eine
Anmaßung!

>
>BTW: Die von dir (in Variationen) immer wieder gern geäußerte
>Mutmaßung, die "tauche nie allein"-Richtlinie ("Soloverbot") im VDST
>habe mit der "Inkompetenz einiger Entscheidungsträger" und/oder dem
>"PADIsieierten VDST" zu tun:

Was mich schon verwundert bei der Akademikerdichte im VDST, man würde
man da eigentlich mehr erwarten. Oder sind dort weniger die klugen,
kompetenten Fachleute sondern heute eher die promovierten angepassten
Edelprolls?

>Wann wurde in irgend einem Sporttauchverband das Solotauchen offiziell
>akzeptiert?

Warum hat er es zu **akzeptieren**?
Es geht darum, etwas nicht zu verbieten, nicht aus dem
Versicherungsschutz herauszunehmen, ect.

> Nach meinem Wissensstand im VDST noch nie in den 54 Jahren
> seines Bestehens.

Na, wenn sich in 54 Jahren nichts und auch garnichts bewegt ist das
kein Qualitätsbeweis...

>Trotzdem viel Spaß beim Solotauchen (habe ich auch(-:) und viel Glück
>bei der Suche nach einem geeigneten Anbieter.

habe ich.
Wenn bezgl dieses Themas generell mal die Neuzeit eingeläutet würde,
wäre das allerdings schön und würde meine taucherischen Möglichkeiten
erweitern (und die Möglichkeit an mir Geld zu verdienen).

MS
Reply With Quote
  #6  
Old 04-13-2008, 12:27 PM
Michael Schmidt
 
Posts: n/a
Default Re: offizielles Solodiving - Es geht anscheinend sogar bei Amerikanern...


>> Viele Informationen findet man nicht. (Ich auf jeden Fall)
>> TDI/SDI bieten einen solchen an. Mehr sind mir zur Zeit nicht
>> bekannt.

>
>der SDI-Kurs sieht schon auf dem Papier sehr dürftig aus: "Solodiver"
>nach zwei Prüfungs-TG mit mageren Anforderungen.

wenn das diese sind:
http://www.instructor4diving.de/i4d/...solo-diver.htm
kann ich nur zustimmen!
Spielt sich hier alles auf ziemlichem Anfängerniveau ab.
Redundante Luftversorgung?
Konzeption, Umgang damit?
Fehlanzeige obwohl äußerst wichtig für die Sololeute.

Ob so ein Kurs der Bringer ist?

Wenn man sich Richtung sicheres Solotauchen entwickeln möchte muss man
bei sich selbst ansetzen. Sehr viel spielt sich im Kopf ab. Man
braucht eine gewisse Gelassenheit bis hin zur Kaltblütigkeit welche
man mit der Zeit entwickeln muss.
Hilfreich sind dazu das Durchspielen von "what-if" Szenarien?
Man überlege sich Fehlerszenarien und wie man darauf sinnvoll
reagiert.
Wenn einem dazu schon entspannt am grünen Tisch nichts
einfällt...schlecht.
Man bespreche dann das mit erfahrenen Tauchern und überlege sich, was
eventuell an Konfigurationsänderungen erforderlich ist.
Da man sich selbst in der Regel nicht annähernd vorstellen kann was
alles passiert bzw von Tauchern schon verbockt worden ist lasse man
sich von den erfahrenen Tauchern mal erzählen was sie an "close
calls", "unerfreulichen Ereignissen", "Beihnaheunfällen" erlebt
haben. Dabei überlege man sich wie man selber reagiert hätte und,
wichtiger noch, ob man überhaupt das Problem rechtzeitig erkannt
hätte.
Letzteres sollte man nicht unterschätzen, machnmal ist es das
Schwierigste überhaupt (rechtzeitig!) zu erkennen dass ein Problem
besteht! Wer das nicht glaubt schaue sich mal bei den
Kreislauftauchern um...

Man kann beim Tauchen auch Übungen einbauen um Gelassenheit und
Kaltblütigkeit zu trainieren.
Empfehlung Nr 1 - tauchen gehen und den Horizont erweitern. Wer viel
gesehen und erlebt hat kann im Falle eines Falles auf Erfahrungswerte
zurückgreifen die entscheident sein können.
Die Klassiker aus der VDST Ausbildung/Prüfung (Wechselatmungsaufstieg
und Tarieraufstieg aus n Metern, nicht mit der Badehose in Ägypten
sondern mit Trocki im dunklen See!) schulen gut die Wasservertrautheit
und den Umgang mit der eigenen Ausrüstung. Heute umstrittene Übungen
wie z.B. sich während des TGs vom Partner ohne Vorankündigung die
Flasche zudrehen zu lassen sind auch recht hilfreich. Aber Vorsicht,
bevor man das angeht sollte schon eine gewisse Erfahrung vorhanden
sein.
Auch die Apnoe Fähigkeiten sollten nicht vernachlässigt werden.
Ein befreundeter TL Kollege drückte das mal so aus:
(Atemanhaltezeit / 2 ) ist in etwa die Zeit die man in einem "keine
Luft" Zwischenfall für Maßnahmen zur Verfügung hat.
Wessen Atemanhaltezeit bei 2min+ liegt kann es ruhig angehen.
Bei einer max Atemanhaltezeit von 20s (Reaktionszeit 10s ...) kann es
im Falle eines Falles schon SEHR knapp werden...
Vielleicht eine kleine Anregung...
Man merkt auf jeden Fall, vielen wichtige Punkte liegen in der
psychologischen Ebene und lassen sich nur schwierig im Kursrahmen
sinnhaft abprüfen...

An Literatur gibt es das Buch von

Robert von Maier, Titel: "Solodiving"

(Ich weiss nicht ob es das inzwischen schon auf deutsch gibt)
Das Buch ist nett geschrieben, kratzt aber auch etwas an der
Oberfläche der Thematik un ist eher für den nicht so sehr erfahrenen
Taucher geeignet.
Ansonsten schadet das einlesen in die Höhlentauch und Tek Literatur
sicher nicht um sich mit der Redundanzproblematik und
Gerätekonfigurationen zu beschäftigen.


>BTW: Einen Großteil der dort genannten/geforderten Fähigkeiten halte
>ich für unverzichtbar für jeden fortgeschrittenen Taucher und baue sie
>auch gerne in (VDST) **- und ***-Kurse und ein.
>Ich kann allerdings
>niemandem sein Brevet verwehren, wenn er sich z.B. seine Ventile nicht
>selbst abdrehen kann. Geprüft wird das erst bei Nitrox** und Triox.

Das ist sehr gut.
Manche TL Kollegen lehren leider noch den Nonsens, das man auf den
Partner wartet der das Ventil zudreht. Nur leider warten da manche
sehr lange bzw vergebens...

>Außer SDI/TDI bieten auch ein paar andere "Solodiver" oder
>"Selfrescue"-Kurse an. Da ich von bestimmten Anbietern aber rein gar
>nichts halte,

meinst du AT*C ?
>möchte ich noch nicht mal deren Namen hier
>veröffentlichen(-:

So manche sind da nicht wirklich durch Kompetenz hervorgetreten...


>> Was an diesen Kurs für mich interessant währe, ist der
>> Versicherungsschutz

Was möchtest du zu welchen Summen versichert haben?

>Versicherungsschutz hat nichts mit einem Kurs zu tun. So gibt es bei
>der Versicherung von DAN m.W. keine Einschränkungen bzgl. Solotauchen

kenne auch nur DAN
>- wer doch etwas findet möge sich hier melden...

würde mich auch interessieren

MS
Reply With Quote
  #7  
Old 04-13-2008, 02:17 PM
Stefan Franz
 
Posts: n/a
Default Re: offizielles Solodiving - Es geht anscheinend sogar bei Amerikanern...

Michael,

Michael Schmidt schrieb:
> Das Thema ist weniger spannend als vielmehr traurig wenn sich die
> Verhältnisse in unserem schönen Sport immer mehr hin zu einer
> deppenkompatiblen Vollkaskomentalität hin entwickelt und der Begriff
> "Eigenverantwortung " als eine expotische Vokabel eines wunderlichen
> Paralleluniversums erscheint.


traurig finde ich viel mehr, wie oft du dir selbst widersprichst und
in deiner Verbohrtheit Argumenten nicht zugänglich bist. Da du darüber
hinaus noch nicht einmal in der Lage oder Willens bist, hier allgemein
akzeptierte Grundregeln der Höflichkeit - und sei es nur als Floskel -
zu beachten ist für mich hier vorläufig Endstation.



Nur damit es nicht heißt, ich würde unbewiesene Behauptungen
aufstellen (s.o.) und um dieses Thema abzurunden sozusagen "an alle"...

MS lamentiert hier regelmäßig über "PADIsierung", "Entwicklung zu
deppenkompatibler Vollkaskomentalität" usw., gibt aber gleichzeitig
zu, dass das Solotauchen in 54 Jahren VDST noch nie akzeptiert war
("wenn sich in 54 Jahren nichts und auch garnichts bewegt"), von
anderen Sporttauch"verbänden"/-firmen ganz zu schweigen.
Wenn er ein Problem damit und mit anderen Regelungen des VDST hat,
sollte er sich dort - z.B. für das Solotauchen - engagieren, oder
einen eigenen Verband mit eigenen Regeln gründen. Das empfehle ich ihm
hier nicht zum ersten Mal)-:
Ich kann mich nicht daran erinnern, in den letzten 15 Jahren - so
lange habe ich mit dem VDST zu tun - auch nur einen einzigen Beitrag
eines "Michael Schmidt" (-> Realname?) in einer VDST-Veröffentlichung
gelesen oder bei einer VDST-Veranstaltung gehört zu haben, egal zu
welchem Thema. Dieses pathologisch anmutende ständige Abkotzen aus dem
off nervt mich gewaltig und gilt im Allgemeinen nicht als probates
Mittel, um Veränderungen herbeizuführen.

> Vom Taxifahreer erwarte ich auch nicht das wer mich zutextet ob denn
> mein genanntes Fahrtziel Sinn macht.

Schlechtes Beispiel(-;
Auch wenn MS den Taxifahrer "bezahlt": Die Regeln für diese
Beförderung sind gesetzlich festgelegt und werden nicht vom Fahrgast
bestimmt. Der Taxifahrer ist nach der Bezahlung nicht Leibeigener oder
willenloser Befehlsempfänger des Fahrgastes...

> ertraglich zugesichert erwarte (und bezahle) ich das die Luft ok ist,
> die Flasche incl Ventil funktioniert, die Transportleistung stimmt
> (z.B. das Schiff seetüchtig ist).

MS bezahlt für die vom Anbieter angebotene Leistung inklusive der
vertraglich von/für beide(n) Seiten vereinbarten Einschränkungen. Die
Freiheit besteht darin, das zu akzeptieren, vor Vertragsabschluss
andere Regeln auszuhandeln und zu unterschreiben, oder eben nicht
(Dass diese Regeln natürlich nicht gegen geltendes Recht oder die
"guten Sitten" verstoßen dürfen ist klar).

> Das ist, mit Verlaub, eine zeimlich masochistische
> Rechtsinterpretation.

Dafür hat die Rechtsinterpretation von MS IMHO einen geradezu
frühkindlichen Charakter(-;

> Seit wann hat mir jemand eine bestimmte, fachlich nicht zu
> beanstandende Detailpraxis oder -prozedur **ZU GESTATTEN**?

Derlei akzeptiert jeder von uns täglich, z.B. beim Abschluss
verschiedenster Rechtsgeschäfte. Die Grenzen der persönlichen Freiheit
werden im Alltag auf unterschiedlichste Weise determiniert, in den
seltensten Fällen von uns selbst. Eigenartig, dass dies extra erwähnt
werden muss....

BTW: Solotauchen ist keine "Detailpraxis", sondern eine grundlegend
andere Herangehensweise. Wenn die Menge derer, die derartiges nicht
akzeptiert allerdings wächst und z.B. Tauchboote aus diesem Grund leer
bleiben, könnte das natürlich auch zu einem Sinneswandel bei den
Anbietern führen...

> Muss ich demnächst wenn ich mir ein neues Jacket Kaufe die Kompetenz
> belegen, dass ich auch mit rotem statt mit blauem Jacket tauchen
> kann?

Die Verbände/Firmen bilden zum Tauchen mit Jacket aus, die Farbe ist
bei der Bedienung unerheblich und - JA, der Verkäufer (wird kaum so
blöd sein aber) kann entscheiden, dass er nur eines verkauft, wenn man
ihm ein Brevet vorlegt. Es ist nämlich _seine Freiheit_, wem er etwas
verkauft, die Bedingungen bestimmt er (im Rahmen geltender Gesetze).

Gar nicht eingegangen ist MS auch auf die Tatsache, dass Anbieter in
Ländern wie z.B. Frankreich die Erlaubnis zum Solotauchen _per Gesetz_
gar nicht geben dürfen. Sollte ein Basisbetreiber seine
Lebensgrundlage aufs Spiel setzen, nur damit ein Kunde seinen
pubertären Freiheitsbegriff ausleben kann?

Und nochmals: Nein, ich habe - ab einem gewissen Ausbildungsgrad,
Kenntnisstand und vor allem Fähigkeit (="Solokompetenz") - nichts
gegen das Solotauchen und genieße es gerne selbst(-:
Solotauchen kann sicherer sein als der Versuch der Eliminierung
und/oder Ignoranz von Defiziten und Inkompetenz durch Delegieren
(=Buddy-Team).

In einem _eigenverantwortlichen_ Rahmen kann jeder selbst entscheiden,
ob oder ob nicht. Das _ist_ Freiheit, bei deren Ausleben man sich
sogar versichern kann (m.W. z.B. bei DAN).


Das reicht aber jetzt endgültig(-;

Gruß

Stefan














Reply With Quote
  #8  
Old 04-13-2008, 02:31 PM
Andreas Kaune
 
Posts: n/a
Default Re: offizielles Solodiving - Es geht anscheinend sogar beiAmerikanern...

hoffart.mike@googlemail.com writes:

> Was an diesen Kurs für mich interessant währe, ist der
> Versicherungsschutz


Also http://www.psa-berlin.de/ bietet unter TecDiving "die einzige,
weltweit standardisierte (und versicherte*) Zertifizierung für Solo
Taucher in Deutsch" an.
Die Formulierung des Kleingedruckten erscheint mir allerdings etwas
seltsam:
*Wir stellen unseren zertifizierten Solo Tauchern die erforderliche
Korrespondenzmit DAN Europe und DAN Deutschland zur Verfügung.


Andreas

--
Es gibt nichts langweiligeres als ein komplettes und vollstaendiges
System. (Holger Veit in de.org.ccc)
Reply With Quote
  #9  
Old 04-13-2008, 02:47 PM
Stefan Franz
 
Posts: n/a
Default Re: offizielles Solodiving - Es geht anscheinend sogar bei Amerikanern...

Hallo Andreas,

Andreas Kaune schrieb:
> Also http://www.psa-berlin.de/ bietet unter TecDiving "die einzige,
> weltweit standardisierte (und versicherte*) Zertifizierung für Solo
> Taucher in Deutsch" an.


einen Tauch"verband", der ein 6(!)-stufiges Deep-Air-Brevet:
Level 1(30m)=¤100
Level 2(40m)=¤130
Level 3(45m)=¤150
Level 4(55m)=¤180
Level 5(60m)=¤200
Level 6(73m)=¤300
mit der Vorgabe "Die Kurse sind nur der Reihe nach zu durchlaufen"
(ok, mit Rabattstaffel(-;)

anbietet kann ich nicht wirklich Ernst nehmen...

....Die Seite ist aber trotzdem (oder gerade wegen solcher highlights)
einen Besuch wert((((-;


Gruß

Stefan
Reply With Quote
  #10  
Old 04-13-2008, 03:31 PM
Peter Rachow
 
Posts: n/a
Default Re: offizielles Solodiving - Es geht anscheinend sogar bei Amerikanern...

"Stefan Franz" <stfr-news@arcor.de> schrieb

> einen Tauch"verband", der ein 6(!)-stufiges Deep-Air-Brevet:
> Level 1(30m)=¤100
> Level 2(40m)=¤130
> Level 3(45m)=¤150
> Level 4(55m)=¤180
> Level 5(60m)=¤200
> Level 6(73m)=¤300
> mit der Vorgabe "Die Kurse sind nur der Reihe nach zu durchlaufen"
> (ok, mit Rabattstaffel(-;)
>
> anbietet kann ich nicht wirklich Ernst nehmen...


Zusätzlich zahlst Du jeweils pro Kurs 30 Euronen für ein "Manual" und ein
Zertifikat. Und der stetig steigende Preis pro Tiefe je Kurs ist wohl die
Gefahrenzulage für den Anweiser. Und das Geilste: Für den Kurs reicht
'nen OWD, eine Mindestzahl TG ist nicht erforderlich.

Die Typen haben einen schweren "Morbus Bahlsen". Mehr fällt mir dazu nicht
ein.

> ...Die Seite ist aber trotzdem (oder gerade wegen solcher highlights)
> einen Besuch wert((((-;


Ja, ich habe mich schlapp gelacht. Was es alles für Spinner beim Tauchen
gibt, ist schon erschreckend... Ich denke, wenn mal in Berlin bin, fahre
ich mal zu dem "Einfamilienhaus in 12527 Grünau" und trinke mit "Willi" eine
"gemütliche" Tasse Tee in seinem "Garten" und unterhalte mich mit ihm über
Behandlungsmöglichkeiten, die für ihn in Frage kommen..

vg

Peter


Reply With Quote
Reply


Thread Tools
Display Modes

Posting Rules
You may not post new threads
You may not post replies
You may not post attachments
You may not edit your posts

vB code is On
Smilies are On
[IMG] code is On
HTML code is Off
Trackbacks are On
Pingbacks are On
Refbacks are On


Similar Threads
Thread Thread Starter Forum Replies Last Post
Re: Apeks TX50 geht schwer Matthias Wientapper (German) 0 05-29-2006 03:30 AM
Re: Familienurlaub mit tauchen verbinden,geht das? Matthias Taube (German) 0 02-04-2006 05:35 AM
Re: Tauchen und Asthma,geht das? Leon Berger (German) 0 01-29-2006 01:39 PM
Re: Padi geht auf -40m.... ;-) Rene Ruppert (German) 1 06-27-2005 01:09 PM
Hurghada - es geht doch... diverhans (German) 33 12-10-2003 03:01 PM


All times are GMT -4. The time now is 05:26 AM.




SEO by vBSEO ©2007, Crawlability, Inc.