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  #21  
Old 05-13-2008, 04:16 AM
Uwe Hercksen
 
Posts: n/a
Default Re: Blaukommen, ich benötige Fallbeispiele, Verletzungsmuster



Matthias Taube schrieb:

> Im Stelzner ist auf Seite 201 ein Auszug aus einem Sektionsprotokoll.
> Die wesentlichen Punkte für Dich dürften daraus die "dunkelroten
> Blutungen im Lungengewebe" sowie "Erweiterung der rechten Herzkammer,
> Blutüberfüllung der großen Körpervene und Rückstauung des Blutes in die
> Organe" sein.
>
> Praktische Versuche zum Tauchen mit überlangen Schnorchel finden sich
> bei Robert Stiegler, der 1913 drei Monate brauchte, um sich von den
> Versuchen zu erholen (Herzdehnung). (R.Stiegler, "Die Taucherrei,
> Fortschr. der naturwiss. Forschung", Band IX, Berlin 1913)


Hallo,

na endlich einer der auch schreibt das auch das Herz gefährdet oder gar
geschädigt wird, besonders die rechte Herzkammer.

Bye

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  #22  
Old 05-13-2008, 05:06 AM
mat.voss
 
Posts: n/a
Default Re: Blaukommen, ich benötige Fallbeispiele, Verletzungsmuster



Uwe Hercksen wrote:
>
>
> Nils Berthold schrieb:
>
>> Meine Frage: Ab wann wird ihm die Lunge (erster Versuch zu Atmen) in
>> den Schlauch gedrückt?

>
>
> Hallo,
>
> die Lunge ist nicht allein gefährdet, das Herz bekommt auch den
> Druckunterschied zwischen Lunge und Körpergewebe ab.
> Lies mal dazu das :
> http://www.okidokidiving.de/html/sea...w.rewrite.html



Hülfe,
was ein seichtes Gewäsch!
Gruß,
Matthias

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  #23  
Old 05-16-2008, 02:16 PM
Uli Schreiber
 
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Default Re: Blaukommen, ich benötige Fallbeispiele, Verletzungsmuster

On Sat, 10 May 2008 17:33:39 +0200, Nils Berthold
<nilsberthold@gmx.de> wrote:

>Inneres und äusseres Blaukommen, die Regeln und Folgen eines solchen
>Unfalls sind mir bekannt. Für eine ziemlich heftige Diskussion mit einem
>Trottel würde ich gerne mit Daten auftrumpfen was genau, wann passiert.
>
>Der Trottel hat keinen Dunst vom Tauchen und erzählt das er mit Blei im
>Rucksack und nem Gartenschlauch im Mund ins Wasser springen will.
>
>Meine Frage: Ab wann wird ihm die Lunge (erster Versuch zu Atmen) in den
>Schlauch gedrückt?



Die Fragestellung mit Trottel und Lunge in den Schnorchel drücken
ist falsch gestellt und lässt eine gewisser Überheblichkeit erkennen.
Das gilt auch für etliche Antworten (kollabierende Lungenbläschen,
Gewicht eines Golfs usw.) außerdem resultieren diese Antworten aus
einem eher theoretischen Wissen.

In Wirklichkeit ist es einfach so, dass ab einem Unterdruck von ca. 50
cm Wassersäule Atmung nicht mehr möglich ist, dass einem die Zunge
regelrecht ans Mundstück gesaugt wird.
Wir alle kennen doch den ‚Selbstversuch' mit dem Underbergfläschlein,
wo wir uns als Kinder an die Zunge oder die Lippe drangesaugt haben.
Dieses geht allerdings allein durch Erzeugung von Unterdruck in der
Mundhöhle.
Maske zur Kontrolle am Gesicht ansaugen geht nur durch Unterdruck in
der Lunge, ist also dieselbe Kiste und ist weißgott nicht
lebensgefährlich.
Also spart Euch Eure erhobenen Zeigefinger.

Im übrigen ist es mir absolut schleierhaft, warum in diesem
Zusammenhang immer wieder die ach so gefährliche Pendelatmung mit
erwähnt wird.



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  #24  
Old 05-16-2008, 02:36 PM
Matthias Taube
 
Posts: n/a
Default Re: Blaukommen, ich benötige Fallbeispiele, Verletzungsmuster

Uli Schreiber schrieb:

> In Wirklichkeit ist es einfach so, dass ab einem Unterdruck von ca. 50
> cm Wassersäule Atmung nicht mehr möglich ist, dass einem die Zunge
> regelrecht ans Mundstück gesaugt wird.


In der historischen Literatur wird ein größerer Wert genannt. Ist aber
hier unerheblich.

> Maske zur Kontrolle am Gesicht ansaugen geht nur durch Unterdruck in
> der Lunge, ist also dieselbe Kiste und ist weißgott nicht
> lebensgefährlich.
> Also spart Euch Eure erhobenen Zeigefinger.


Dabei erzeugt man aber noch nicht den gefährlichen Unterdruck. Wir
sprechen hier über den maximalen Unterdruck, den man erreichen kann. Die
Herzdehnung wegen zu großem Unterdruck bei diesen Versuchen ist eine
reale Gefahr, da schon vorgekommen. Und das IST lebensgefährlich.
Allerdings wird man ohne Training kaum in diesen Bereich kommen.

> Im übrigen ist es mir absolut schleierhaft, warum in diesem
> Zusammenhang immer wieder die ach so gefährliche Pendelatmung mit
> erwähnt wird.


Weil überlange Schnorchel diese Gefahr beinhalten - selbst wenn man gar
nicht im Wasser ist.
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  #25  
Old 05-16-2008, 04:59 PM
Nils Berthold
 
Posts: n/a
Default Re: Blaukommen, ich benötige Fallbeispiele, Verletzungsmuster

Moin Uli

Uli Schreiber schrieb:

> Die Fragestellung mit Trottel und Lunge in den Schnorchel drücken
> ist falsch gestellt und lässt eine gewisser Überheblichkeit erkennen.


Die Überheblichkeit resultiert aus dem Müll den der Typ geschrieben hat.
Ist ein Thread in einem Sondlerforum und dreht sich um das Bergen von
Metallgegenständen aus dem Wasser. Der Typ geht nach eigener Aussage mit
Blei im Rucksack und nem Gartenschlauch im Mund ins Wasser.
Da der Thread in einem öffentlichen Forum läuft und viele Pisa- Versager
da mitlesen hatte ich einfach Bedenken das einer der Bengel das für
bahre Münze nimmt und es probiert. Deshalb auch die Anfrage nach Max.
Pges. Mit Theorie brauche ich da nicht aufzuschlagen, der Golf war da
schon echt passend ;-(

> Das gilt auch für etliche Antworten (kollabierende Lungenbläschen,
> Gewicht eines Golfs usw.) außerdem resultieren diese Antworten aus
> einem eher theoretischen Wissen.


Hoffe das das auch keiner Real versucht

> In Wirklichkeit ist es einfach so, dass ab einem Unterdruck von ca. 50
> cm Wassersäule Atmung nicht mehr möglich ist, dass einem die Zunge
> regelrecht ans Mundstück gesaugt wird.


Bei mir sinds immer die Lippen die als erstes im Fläschchen verschwinden
.. Aber nochmal: Wenn einer der Bengel langsam ins Wasser steigt merkt er
schnell das das Geschreibsel Müll war. Stellt er sich aber auf einen
Bootssteg, springt rein und ist gleich auf 5m, dann ist Holland in Not.
Das wollte ich rüberbringen.

> Also spart Euch Eure erhobenen Zeigefinger.


Hmm, mir hat der Finger damals bei meinem Freediver sehr geholfen! Nur
habe ich gefragt und nicht einfach behauptet.

> Im übrigen ist es mir absolut schleierhaft, warum in diesem
> Zusammenhang immer wieder die ach so gefährliche Pendelatmung mit
> erwähnt wird.


Weil die Gefaht doch RELATIV Real ist.
Warum sonst werden z. B. die Nasalerker in heutigen Helmen immer noch
verkauft und auch eine VG- Maske bekommt man nicht ohne. Ich glaube
nicht das in meinem 17er oder 27 KM eine reelle Gefahr der Pendelatmung
besteht, geschweige denn in einer Interspiro. Aber hingewiesen wird
immer noch darauf!

Das vieles Tintenpisserei ist, darüber brauchen wir nicht streiten

lg

Nils
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  #26  
Old 05-16-2008, 05:07 PM
mat.voss
 
Posts: n/a
Default Re: Blaukommen, ich benötige Fallbeispiele, Verletzungsmuster



Uli Schreiber wrote:

> In Wirklichkeit ist es einfach so, dass ab einem Unterdruck von ca. 50
> cm Wassersäule Atmung nicht mehr möglich ist, dass einem die Zunge
> regelrecht ans Mundstück gesaugt wird.


Richtig. So erlebt man das auch, wenn man schnell abtaucht, und erst auf
40m die Tarierweste mit dem Mund anbläst.
Die Frage war ja, was passiert, wenn der mit Blei da reinspringt, mit
der Zunge wg. der Atemversuche im Schnorchel hängenbleibt, und weiter
absinkt. Wenn es die Zunge dabei zerreißt, wofür die Chancen bei
weiterem Absinken nicht schlecht stehen, folgen dann sicherlich weitere
unangenehme Ereignisse.
Ich verweise noch mal auf den Tauchunfallbericht im "v.Öhmichen,
Welslau, v. Laak, e.a., in ihrem Buch, wo eine Luke beim Ankoppeln einer
Dekokammer an die Hauptkammer zu früh öffnete. Das hat einen Taucher
ziemlich fein verteilt. War natürlich mehr Druckdifferenz beteiligt..

Grüße,
Matthias

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  #27  
Old 05-16-2008, 05:51 PM
Uli Schreiber
 
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Default Re: Blaukommen, ich benötige Fallbeispiele, Verletzungsmuster

On Fri, 16 May 2008 22:59:49 +0200, Nils Berthold
<nilsberthold@gmx.de> wrote:

>Weil die Gefaht doch RELATIV Real ist.



>Warum sonst werden z. B. die Nasalerker in heutigen Helmen immer noch
>verkauft und auch eine VG- Maske bekommt man nicht ohne. Ich glaube
>nicht das in meinem 17er oder 27 KM eine reelle Gefahr der Pendelatmung
>besteht, geschweige denn in einer Interspiro. Aber hingewiesen wird
>immer noch darauf!


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  #28  
Old 05-16-2008, 05:52 PM
Uli Schreiber
 
Posts: n/a
Default Re: Blaukommen, ich benötige Fallbeispiele, Verletzungsmuster

On Fri, 16 May 2008 22:59:49 +0200, Nils Berthold
<nilsberthold@gmx.de> wrote:

>Moin Uli
>
>Uli Schreiber schrieb:
>
>> Die Fragestellung mit Trottel und Lunge in den Schnorchel drücken
>> ist falsch gestellt und lässt eine gewisser Überheblichkeit erkennen.

>
>Die Überheblichkeit resultiert aus dem Müll den der Typ geschrieben hat.
>Ist ein Thread in einem Sondlerforum und dreht sich um das Bergen von
>Metallgegenständen aus dem Wasser. Der Typ geht nach eigener Aussage mit
>Blei im Rucksack und nem Gartenschlauch im Mund ins Wasser.
>Da der Thread in einem öffentlichen Forum läuft und viele Pisa- Versager
>da mitlesen hatte ich einfach Bedenken das einer der Bengel das für
>bahre Münze nimmt und es probiert. Deshalb auch die Anfrage nach Max.
>Pges. Mit Theorie brauche ich da nicht aufzuschlagen, der Golf war da
>schon echt passend ;-(
>
>> Das gilt auch für etliche Antworten (kollabierende Lungenbläschen,
>> Gewicht eines Golfs usw.) außerdem resultieren diese Antworten aus
>> einem eher theoretischen Wissen.

>
>Hoffe das das auch keiner Real versucht
>
>> In Wirklichkeit ist es einfach so, dass ab einem Unterdruck von ca. 50
>> cm Wassersäule Atmung nicht mehr möglich ist, dass einem die Zunge
>> regelrecht ans Mundstück gesaugt wird.

>
>Bei mir sinds immer die Lippen die als erstes im Fläschchen verschwinden
>. Aber nochmal: Wenn einer der Bengel langsam ins Wasser steigt merkt er
>schnell das das Geschreibsel Müll war. Stellt er sich aber auf einen
>Bootssteg, springt rein und ist gleich auf 5m, dann ist Holland in Not.
>Das wollte ich rüberbringen.
>
>> Also spart Euch Eure erhobenen Zeigefinger.

>
>Hmm, mir hat der Finger damals bei meinem Freediver sehr geholfen! Nur
>habe ich gefragt und nicht einfach behauptet.
>
>> Im übrigen ist es mir absolut schleierhaft, warum in diesem
>> Zusammenhang immer wieder die ach so gefährliche Pendelatmung mit
>> erwähnt wird.

>
>Weil die Gefaht doch RELATIV Real ist.
>Warum sonst werden z. B. die Nasalerker in heutigen Helmen immer noch
>verkauft und auch eine VG- Maske bekommt man nicht ohne. Ich glaube
>nicht das in meinem 17er oder 27 KM eine reelle Gefahr der Pendelatmung
>besteht, geschweige denn in einer Interspiro. Aber hingewiesen wird
>immer noch darauf!
>
>Das vieles Tintenpisserei ist, darüber brauchen wir nicht streiten
>
>lg
>
>Nils


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  #29  
Old 05-16-2008, 06:03 PM
Uli Schreiber
 
Posts: n/a
Default Re: Blaukommen, ich benötige Fallbeispiele, Verletzungsmuster

On Fri, 16 May 2008 22:59:49 +0200, Nils Berthold
<nilsberthold@gmx.de> wrote:

>Weil die Gefaht doch RELATIV Real ist.
>Warum sonst werden z. B. die Nasalerker in heutigen Helmen immer noch
>verkauft und auch eine VG- Maske bekommt man nicht ohne. Ich glaube
>nicht das in meinem 17er oder 27 KM eine reelle Gefahr der Pendelatmung
>besteht, geschweige denn in einer Interspiro. Aber hingewiesen wird
>immer noch darauf!


Es gibt heutzutage keine Pendelatmung.
Punkt.

Und in Vollmasken schon gar nicht.
Und in der Interspiro erst recht gar nicht.
Was meinste denn mit "Nasalerker"
Doch nicht etwa das Pastikteil, wo man die Nase draufdrückt, um
Druckausgleich zu machen ! ! !


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  #30  
Old 05-16-2008, 06:20 PM
Nils Berthold
 
Posts: n/a
Default Re: Blaukommen, ich benötige Fallbeispiele, Verletzungsmuster

Uli Schreiber schrieb:

> Es gibt heutzutage keine Pendelatmung.
> Punkt.


Meine Meinung

> Und in Vollmasken schon gar nicht.


Dito!

> Und in der Interspiro erst recht gar nicht.


Siehe oben Wie denn auch bei Überdruck!!??

> Was meinste denn mit "Nasalerker"
> Doch nicht etwa das Pastikteil, wo man die Nase draufdrückt, um
> Druckausgleich zu machen ! ! !


Na dann eben nur Nasal. Diese Silikon-, Plastik-, Nasen-, und
Mundumfassende MöchtegerndiePendelatmungverhinderndinger.
Nur das Plasteteil für Druckausgleich hätt ich doch auch so genannt

Wollte schon immer mal ohne das Gummiteil im 17er ins Wasser aber mein
Scheffe sagt das geht nicht weil wegen Pendelatmung...blablabla...
Sorry Stadtfest, hab einen im Tee.

Habbich auch in meinen bescheidenen Unterlagen, wegen der Gefahr des
Wiedereinatmen von verbrauchter Luft muß im Helm / Maske die Gummimuschi
getragen werden. Verkleinert den totraum und die Gefahr der ..., naja,
das übliche Blabla halt....

Ich meine: Die Theorie hat bestimmt Recht, aber die Praxis hat rechter!

Wenn ich UW ein paar Stunden geschuftet habe oder Überhaupt, dann
habbich soviel Luft im Helm oder Maske bewegt das diese garkeine Zeit
hatte sich mit irgenetwas anzureichern. ooooh mann ich muß tu Bett.

Uli, morgen weiter ;-((

lg
Nils

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