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#1
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| Liebe NG´ler, danke für Eure Tipps im Vorfeld, hier nun meine Erfahrungen: Tauchkreuzfahrt zu den St. John´s Riffen mit Nile Sat 1 vom 4. bis 11.9.03 Dieses Jahr wollten wir sie endlich selbst sehen, die legendären St. John´s Riffe mit ihren endlosen Steilabfällen, Büffelkopfpapageifischen und Hammerhaischulen. Die Reise wurde wie schon so oft bei Tauchsport Lorenc in Wien gebucht, diesmal waren wir 16 Taucher und so hatten wir unser Safariboot, die Nile Sat 1, unter Vollcharter. Jeder kannte jeden und taucherisch waren Alle ungefähr auf einem Level - die besten Voraussetzungen für eine tolle Safari! Nach einem ruhigen Flug mit einem voll besetztem Aerolloyd-Airbus und dem üblichen Chaos am Airport ging es mit einem recht neuen, klimatisierten Bus in ca. 4 Stunden von Hurghada nach Marsa Alam. Es war bereits 2 Uhr früh als wir mit dem Zodiak vom Jetty zur Nile Sat 1 übersetzt wurden. Todmüde stellten wir uns noch dem einheimischen Guide Machmoud vor, schlürften einen Willkommenstrunk und verstauten unsere Sachen, bevor wir endlich in die Heia gehen konnten. Am nächsten Morgen konnte nun, nachdem die Genehmigungen der ägyptischen Behörden eingelangt waren, unsere Reise Richtung Süden beginnen. Die Tage an Bord liefen eigentlich immer gleich ab: schlafen-tauchen-essen-schlafen-tauchen-essen..., während wir schliefen (meistens an Deck), wurde eigentlich immer gefahren, denn die zurück-zulegende Route war gewaltig. Jeden Tag konnten wir drei oder vier Tauchgänge machen, die entweder direkt vom Boot oder mit dem Zodiak durchgeführt wurden. Meistens tauchten wir in drei Gruppen, die jedoch immer nach Lust und Laune neu zusammengestellt wurden. Die angefahrenen Tauchplätze waren meist spektakulär, beeindruckende Drop-offs mit intakten Korallenformationen in allen Farben. Die Spots waren alle wirklich Grossfisch- versprechend, aber "nur" bei sieben von 20 Tauchgängen wurden Haie gesehen - und die waren meistens eher weit weg und hatten kein Werkzeug dabei (also keine Hammerhaie)! Ziemlich wahrscheinlich lag das daran, dass die Temperatur oft bis auf 40 m 30°C betrug und wir meistens keine Strömung hatten! Aber wir trugen´s mit Fassung und genossen eben die kleineren Schätze des roten Meeres! Auf St. John wurden nur 5 Tauchgänge durchgeführt, damit für die Rückfahrt nach Marsa Alam genügend Zeit blieb - und das war gut, denn die Wellen wurden höher und höher... Die einsamen Zeiten im Süden sind vorbei, nur an einem Platz waren wir das einzige Schiff! Die Nile Sat 1 ist eines der wenigen Schiffe mit Stahlrumpf, daher spürt man den Seegang weniger als mit Holzschiffen - es hat trotzdem reichlich geschaukelt, aber gottseidank gibt's ja Echnathol B6! Die Kabinen unter Deck waren recht wohnlich, jede mit eigener Dusche und WC, Aircondition nur für alle einheitlich regelbar während der Betriebszeiten des Generators (also von 23 bis 5 Uhr NICHT). Aber nicht zuletzt wegen dem sehr unangenehmen Dieselgestank schlief sowieso niemand unter Deck, sondern wir teilten uns auf die beiden Sonnendecks und den Salon auf! Das Tauchdeck ist durchdacht angelegt, jeder hat ein Fach für Flossen und Füsslinge unter der klappbaren Bank, auf der dann die Flasche mit dem montierten Jacket und regler befestigt werden kann. Darüber ist noch ein Fach für Maske, Schnorchel und dergleichen. Die Anzüge können auf einem der beiden dafür vorgesehen Stangen aufgehängt werden, Kameras und Computer werden in einer großen Nirowanne, die immer gut mit Süsswasser gefüllt ist, gespült. Die Verpflegung an Bord war ausgezeichnet, verschiedene Suppen, Fisch, Rind, Huhn, Reis, Pommes, Kartoffel, gute Desserts - aber eine Pizza zwischendurch wäre meiner Meinung nach eine gute Abwechslung in der sehr arabisch geprägten Menüauswahl gewesen. Die wurde eben dann am letzten Abend im "Red Sea" in Hurghada nachgeholt... Die Crew war ausnehmend höflich und hilfsbereit, der einheimische Guide Machmoud war da, wenn man ihn brauchte und hielt sich sonst dezent im Hintergrund. Die Route wurde jedenfalls perfekt von ihm geplant, so dass wir eine maximale Ausbeute an Tauchgängen trotz der enormen Fahrtstrecke hatten! Der von Tauchsport Lorenc aus Wien mit uns angereiste Wunschguide Thomas hatte wie gewohnt jede Situation fest im Griff, kümmerte sich um unsere kleinen Wehwehchen und war uns ein Vorbild in jeder Hinsicht Die Fahrt von Marsa Alam nach Hurghada wurde auf allgemeinen Wunsch schon am Tag vor dem Rückflug durchgeführt, sodaß wir abends noch Hurghada unsicher machen und einkaufen konnten. Die letzte Nacht verbrachten wir in einem sauberen Mittelklasse- hotel, am Morgen ging´s zeitig zum Flughafen und pünktlich hob der diesmal nur zu zwei Drittel volle Flieger trotz auffällig lautem rechten Triebwerk ab und nach einem recht ruhigen Flug und Zwischenlandung in Salzburg hatte uns unsere Heimat wieder! Zusammenfassend war dies eine gelungene Reise, aber die Distanzen sind für eine Woche doch etwas weit. Noch dazu haben wir durch schlecht angesetzte Flugzeiten - Hinflug abends und Rückflug eine Woche später morgens - einen ganzen Tag verloren. Besser wäre vielleicht nach Marsa Alam zu fliegen und dann mit dem Bus nach Hamata und erst hier aufs Schiff, so hätte man mehr Zeit um die St. John´s Riffe zu erkunden - denn die sind es auf jeden Fall wert, bei "normalen" Wassertemparaturen sollte es von Grossfischen nur so wimmeln. Ich habe diese Safari sehr genossen und fand es einfach schön, mit so vielen Freunden zu verreisen! Die angefahrenen Tauchplätze waren: Gota Marsa Alam Checkdive m. Napoleon, eher unspektakulär Gota el Sharm Schönes Riff, m. Schildkröte, Weissspitz, große Tunas Gota el Sharm/Nacht Weisspitze auf der Jagd bei Nacht Cave Dive Schöne Höhlen m. tollen Lichtspielen El Gota el Kebeera Einige Napoleons, schöne Steilwand, keine Haie Abu Basala Wunderschöner Erg, Fischsuppe m. jagendem Rotfeuerfisch Abu Basala Nacht frei schwimmende Muräne, große Schildkröte, spanische Tänzerinnen, unterm Boot ein gigantischer, vom Licht angelockter Sardinenschwarm m. jagenden Makrelen St.John-Small Gota Keine Strömung, eine Weissspitze, einige Barrakudas St.John-Small Habili West Toller Platz mit Riesengorgonien, ein großer Tunfisch und ein großer Napoleon. Keine Strömung - kein Hai St.John-Small Habili Nord 1 Silvertip, riesiege Dickkopfmakrelen, grauer Riffhai, große Gorgonien, eine Schildkröte, viele Napoleons St.John-Abu Basala Nacht Der Sardinenschwarm unterm Boot war das Highlight St.John-Small Gota Early Morning m. grauem Riffhai und zwei Weisspitzen, zwei mal Delfine unterwasser! Paradise Schöner Platz für einen relaxten Tauchgang zwischen vielen Ergs und Canyons mit großem Napoleon Sataya Schöne Steilwand mit Korallengarten im Anschluß Sataya Nacht den hab ich ausgelassen, war aber nix besonderes Shaab Maksour N-Plateau Ordentliche Strömung, 2 Weissspitzen, große Tunas Shaab Maksour S-Plateau Tunfische, Napoleon, viele Fische, viele Taucher El Farsha Herrlicher Tauchplatz, der erst bei ca. 16 m beginnt und eigentlich nach Haien schreit. Aber keine Strömung heisst wieder einmal kein Hai, dafür ein riesen Barrakuda und große Tunas! El Dahara Nacht Viele Rotfeuerfische, Igelfisch, Sepia, viel Dreck im Wasser Gota el Sharm S-Plateau Schöner Abschlußdive auf beieindruckendem Plateau, große Tunas, Titandrückernest, ein Weissspitzenriffhai beim Austauchen! Samadai Schnorcheln mit Delfinen. Es lagen hier 15 Boote! Werden Delfine gesehen, springen alle in die Zodiaks, diese fahren bis zu den Bojen (weiter dürfen sie zum Schutze der Delfine nicht) und 150 Taucher schwimmen gleichzeitig Richtung Delfine, welche dann die Flucht ergreifen! Wir waren schon vor den Delfinen in der Lagune, haben geduldig und ruhig gewartet und hatten diese dann 15 Minuten exklusiv für uns, bis dann die Massen ankamen und die Delfine vertrieben! Viele Grüße und immer gut Luft, Fritz |
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