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#1
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| Hallo Patrice, >Grundsätzlich gilt: Als OWD bist du ausgebildet bis 18m zu tauchen. >Tiefer ist also nicht zu empfehlen, deshalb wird dich auch keine TL >oder Guide tiefer nehmen, wenn er seriös ist. Natürlich wird Dich ein TL tiefer nehmen, nämlich für die diverse Abenteuer- und Speciality-Tauchgänge, und auch für die AOWD-Ausbildung. >Es zeugt höchstens mit der Erfahrung nicht gerade von viel guter >Selbsteinschätzung und Intelligenz. Yep. >Du MUSST nicht einen AOWD machen um tiefer tauchen zu können. Du >lernst es aber dort! tatsächlich? Mit dem einen einzigen tieferen Tauchgang, der beim AOWD verlangt wird? Wie das? Eventuell noch mit einem einzigen 30m-Tauchgang auf den Malediven? Wie bitte soll der mir beibringen, wie ich mich auf 40m bei Kälte und Dunkelheit zu verhalten habe? >Du kannst dir das auch selber beibringen. Nur besteht die recht grosse >W'keit, dass du dir was falsches selber beibringst. manche Situationen, und richtig wichtige Situationen, kann man in einem AOWD-Kurs gar nicht mitmachen. Das Gefühl eines auf 48m einsetzenden Tiefenrausches beispielsweise. Das Gefühl auf 20m von den Tauchpartnern vergessen worden zu sein. Die aufkeimende Wut wenn man feststellt, daß fast genau dieselben Leute genau das ein Jahr später wieder schaffen (mein Druckausgleich ist langsam). Das miese Gefühl am Grund auf 55m nichts von Interesse zu finden und sich zu wünschen, oben Forellen suchen gegangen zu sein. Das kann kein Tauchkurs vermitteln. >musst du dich selber fragen? Wenn was passiert, kannst du ausserdem >davon ausgehen, dass sich deine Versicherung querstellen wird! Quark. Versicherungen stellen sich bei grober Fahrlässigkeit quer, was grobe Fahrlässigkeit ist entscheidet Gutachter oder Gericht, und Gutachter tun mehr als das Brevet anzusehen. "Davon ausgehen" kannst Du davon: Die Versicherung wird die Umstände betrachten, zu denen außer Tiefe und Ausbildungsstufe auch noch andere Faktoren (Übung, Ausrüstung, ...) zählen. Außerdem wird sich eine Versicherung ohnehin nicht um den OWD, sondern den Versicherungsvertrag scheren. Gruß, Uwe |
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#2
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| Hallo Matthias, >Es soll allerdings auch Leute geben, die das Gefühl eines auf 48m >einsetzenden Tiefenrauschs gar nicht kennen wollen.... Ein Tieftauchgang nach Padi hätte mich aber nichts über Tiefenrausch gelehrt, und dessen Anzeichen nicht nur aus der Theorie zu kennen ist hilfreich. >Die auch. Und obwohl Du den Smilie vergessen hast, nehme ich diesen Quark >mal als Witz. War es doch, oder? Bitte schreib, daß es ein Witz war! :-O das war kein Witz, und nur der mit den 55m war überhaupt etwas übertrieben. Gelernt habe ich daraus allerdings jede Menge. Weitere "Witze" gefällig? Orientierung-SK, Rechtecktauchgang, TL2 plus zwei Taucher, der Unerfahrenere führte. Kurz vor Ende verliere ich beiden anderen (ich weiß nicht wie - auf einmal waren sie weg). Dem Vernehmen nach bemerkte der Anfänger das und wollte den Aufstieg einleiten. Der TL2 ließ die Übung fertig machen... Bei meinem zweiten Tauchgang in hiesigen Gewässern (nach 10 TG im Süden) zeigte ich meinen beiden erfahrenen Tauchpartnern brav 100 und 50 Bar an - nur deren Reaktion blieb aus, bis die Flasche dann leer war. "Wir dachten, Du schaffst die Runde noch". Ja klar. (über die beiden kursieren ein paar Geschichten... das Absitzen der Deko in Wechselatmung am Zweitautomaten eines Dritten. 'nuff said.) Uns unbekannter Taucher, sich selbst als Anfänger mit 16 Tauchgängen beschreiben, kommt zum Informationstag mit Tauchmöglichkeit am See. Wenn ich mich nicht ganz täusche hat sich keiner richtig dafür interessiert welche Erfahrungen der hat und ob man nicht eher einen TL oder ÜL mit dem tauchen gehen läßt. >Dafür ist ein Kurs auch nicht da. Und ein privater Tauchgang ebenfalls >nicht. *kopfschüttel* naja, man lernt so einiges dabei. Nicht alles davon wollte ich lernen. Gruß, Uwe |
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#3
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| "Michael Lange" schrieb > Deswegen würde ich (der ich mich mit ca. 120 TG immer noch als Anfänger > bezeichnen würde) gern mit erfahrenen Tauchern "gefahrlos" erfahren, wie > diese Symptome aussehen bzw. sich anfühlen. > Dabei würde ich doch wahrscheinlich (Wiederholung vorausgesetzt) auch mein > persönliches Limit kennenlernen. > > Ist zu diesem Zweck eine Druckkammerfahrt besser geeignet? > Hallo Michael, ich hab schon nette Druckkammerfahrten gemacht. Gingen bis 50m WT runter. Ich kann nur für mich sagen, das die Symptome absolut nicht zu vergleichen sind. Im Wasser bin ich konzentrierter und trotzdem gelöster drauf. Ist vieleicht ein Widerspruch in der Sprache, aber ich bin kein Wortakrobat. In der Druckkammer hatte ich immer ein lockeres "Scheißegal" Gefühl. Natürlich haben Bedienungsübungen (Aus/Einschleusen von Gegenständen) immer funktioniert. Aber die Nähe zu mir selber kam nie zustande. Ich gehe davon aus, das auch die Abtauchgeschwindigkeit eine Rolle spielt. Ich gehe nicht so schnell auf Tiefe. In der Druckkammer geht das _viel_ schneller. Dein persönliches Limit findest du nicht so schnell. Das ist auch nicht mit einer Tiefe XY auszudrücken. Das ist ein Gefühl was sich da einstellt und du must lernen deine Rückmeldungen deines Körpers richtig zu verstehen. Es gibt Tage, da fühlst du dich zum Bäumeausreißen und dein Körper sagt dir auf 30m das hier heute Feierabend ist. Da hilft dann kein Blick auf den Tiefenmesser um dich psychologisch davon zu überzeugen das das ja eine "ungefährliche" Tiefe sei. Solche Warnungen nehme ich ernst (allerdings muss man erst lernen sie aus dem bäumeausreißen Grundrauschen auszufiltern). Andererseits geibt es Tage da fühlst du dich in 60m so pudelwohl als ob du da schon immer zu Hause gewesen wärst.(nein, damit meine ich nicht die Euphorie durch den Tiefenrausch, die fühlt sich heftig anders an) Auf seinen Körper hören ist die wahre "Kunst" beim Tauchen. Da hilft dir kein technisches Gerät. Das geht nur mit klarem Kopf. Natürlich würde ich auch gerne noch tiefer tauchen, mich interessiern auch die schwarzen Korallen auf 80+m aber ich kann und werde meinen Körper UW nicht mit meinem Kopf über Grenzen hinwegzwingen. Es ist aber kein Problem für mich dieses _nicht_ zu können. Meine Grenzen sind nicht die Grenzen von und für andere Menschen. Grüße Oliver |
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#4
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"Annerose und Guenter Mildenberger" schrieb im Newsbeitrag news:4087C638.9A3BC49@yahoo.com... > Hallo Matthias, > > bei einer 50 m Fahrt keine Frage. Die Erfahrungen, die ich letztes > Jahr bei der nassen 70 m Fahrt gemacht habe, waren allerdings > sehr interessant und ich habe einiges daraus gelernt. Hallo Annerose, so eine 70m Fahrt würde ich auch gerne mal machen, aber ich würde darauf bestehen das nur ich selber die Abtauchgeschwindigkeit regulieren dürfte... Ist für mich ein entscheidender Faktor wie ich mich UW fühle. Runterfallen macht nur in gewissem Rahmen spass. Ich bevorzuge beim Abtauchen den gemütlichen Weg. Grüße Oliver |
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