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#1
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| "Hajo Lehmann" schrieb > > ja, ich weiss, das blinde Vertrauen auf den Tauchcomputer sollte man > tunlichst unterlassen. Wir sind aber so getaucht wie schon oft, aber > es kamen Dehydration und einige andere Faktoren hinzu, dass meine > Partnerin ein DCSII erlitt. Hallo Hajo, wenn du schon Ursachenforschung betreibst, dann müssen _alle_ Gründe auf den Tisch. Dehydration ist ein guter Grund, aber die Anderen können auch mitgewirkt haben. > > Nun zu meiner Frage: wir haben mit einem älteren Aladin Pro und einem > neuen Suunto Vyper einen TG auf 42 m durchgeführt, und sind nach 10 > min inkl. Abstieg langsam bis auf 10 m aufgestiegen. Der Rest ist hier > nebensächlich, die Gründe für den DCS sind bekannt. War das der erste TG? Wie schnell ging es von 10m auf 0m? > > Eigentlich hatten wir auf beiden Computern dauernd Nullzeit (2 min > oder mehr). Irgendwo im Bereich von ca. 20 m zeigte mir der Vyper > kurzzeitig (wenige Sekunden, hätte ich nicht gerade draufgeschaut, > hätte ich es icht bemerkt) anstatt der vorher schon wieder > ansteigenden Nullzeit von ca. 10 min eine Dekopflicht an, danach > wieder die o.g. Nullzeit. Da hat das "Gewebe" mit der höchsten Sättigung gewechselt. Ein deutliches Signal das ihr genau auf der Rechengrenze rumgetaucht seit. Da das alles nur Modellgewebe sind währe mit dem Punkt "Dehydration" im Hinterkopf auf jeden Fall eine Dekostrategie mit extrem langsamen Aufstieg nörig gewesen. Vor allem von 10 auf 0 in Schneckentempo. > Beim Auslesen zu Hause habe ich das gleiche Phänomen beim Aladin Pro > feststellen können, bei 19 m wurde aus 9 min Nullzeit für 20 sec > Anzeigedauer plötzlich 1 min Stop auf 3 m, danach wieder die 9 min. > > Woher kommen diese Rechen-Fehler, weiss das jemand? Und wie sind sie > zu interpretieren? Wie schon gesagt ist das _kein_ Rechenfehler sondern da das einzelne diskrete Modellgewebe und keine glatte Sättigungskurve ist hast du da schonmal, je nach Profil sprünge von mehreren Minuten in der Anzeige. Im Zweifel ist die Tabelle bei solchen Nullzeitlängsschleichprofiltauchgängen die bessere Wahl zur Ermittlung von Dekopflichten. Vor allem wenn da die persönlichen Risikofaktoren berücksichtigt werden müssen. Da hat man einfach etwas besser den Überblick was man an Stopps so einplanen sollte. Ein Compi kann halt nicht in die Zukunft sehen, mit der Tabelle neimmt man halt eine Zeitstufe mehr als Peilung. Grüße Oliver |
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#2
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| Hallo Andreas, >Ein Gewebe kann wenige cm weiter oben bereits entsättigen und damit nicht >mehr in die Nullzeitberechnung eingehen (=> die Nullzeit des normalerweise >nächstlangsameren Gewebes kommt zum tragen, die kann ggf. noch groß sein) >und ein paar cm weiter unten sättigt dieses Gewebe weiter auf und kippt >in kurzer Zeit in den Bereich der Dekopflicht. das genau ist *das* Problem mit der Berechnung der Nullzeit. Den gequoteten Abschnitt zu verstehen sollte Bestandteil jeder Tauchausbildung sein. Matthias Freys "es gibt keine Nullzeittauchgänge" in allen Ehren, aber wichtiger noch ist das Verständnis, daß a) die Nullzeitberechnung ein Näherungsverfahren und damit nicht 100%ig verläßlich ist, b) die Berechnung einige mathematische Anomalien hat, c) diese Anomalien verstärkt beim Tauchen an der "Nullzeitgrenze" auftreten, d) die Berechnung vollends unzuverlässig wird wenn man in der Nähe jener Grenze auch noch absackt, e) gängige Tauchcomputer die Verstöße gegen die Regeln nicht mal ansatzweise in ihren Dekompressionsplänen bestrafen / berücksichtigen, f) "absacken" daher schlicht und einfach tödlich oder verkrüppelnd sein kann, wenn schon Blasen im Blut sein, man also bereits auf einem Aufstieg war, g) persönliche Risikofaktoren dem Computer nicht bekannt sind, h) Computer inhärent unzuverlässig sind (Genauigkeit und Trägheit der Tiefen- und Zeitmessung), i) Programmierer Fehler machen, und das bevorzugt in der Nähe von Grenzwerten. Die Nullzeit ist, auch abgesehen von den Punkten g bis i, nichts weiter als eine Illusion. Gruß, Uwe |
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