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#1
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| Reisebericht / -Erzählung Teil 2 Aus dem Inhalt: * chronologischer Reiseablauf mit: - Routen, Stationen, Aufenthalten - Preisen - Tauchgängen - namentliche Wracks; TG-Ansprüche - Ausrüstungsmanagement - Tauchplätzen; Genehmigungen - Zeltplatzbeschreibung - Tauchbasenbeschreibung - Land und Leute - ??? ---------------------------------------------------- Es ist noch Montag , der 08.08.05 und wir bauen mittags in brütender Hitze und ohne den geringsten Luftstrom das Zelt auf Europas größtem Zeltplatz auf. Ein Besuch im Mar Menor erweist sich als dumm; das Wasser hat im 0,5m - Bereich Lufttemperatur, die Haut schlägt vom heißen Wasser blasen und färbt sich rot .. Verbrennung 2. Grades! ;-/ Also auch hier schnell raus ..und weg. Motor starten und Klimaanlage einschalten. Um der Fahrt, besser dem DK-Verbrauch einen Sinn zu geben, fahren wir zur TB um die Ausrüstung für den morgigen "Stanfield" - TG (5500 BRT Frachter auf 65m) zusammen zu rödeln. Hier geht`s nun zur Sache mit entsprechender Grundzeit. Die Freundin muß mit .. und "bleiben". Dienstag, 09.08.05; TG am Frachter "Stanfield" Welle und nahezu Sturm .. oder ungekehrt. Das Siebenfünfziger mit 200 AB-Ps Yamaha hat zu kämpfen. Immer wieder Gas weg, sonst knallt das Boot in das Wellental der langen, großen Wellen. dann wieder Gas geben. Mein Superwing ist mit D12 und angeflanschter 4er Rein-O2 bestückt. Meine Freundin taucht das 23er mit D10 und vor der Blase rechts am Flügel eine eingehängte 2 Liter Rein-O2. In Sachen Kreuzpeilung ist Jesus nicht so fitt und/oder hat davon noch nicht viel gehört. Es ist wieder ein kleiner Akt den großen weißen Plastekanister in 9 - 6m Tiefe von der Oberfläche ausfindig zu machen, trotz GPS und Fishfinder. So sehr wir (Jesus und ich) uns auch mögen, so mag er mir meine See-Erfahrung scheinbar nicht so recht zugestehen wollen. Ich bin ihm ja immerhin schon mal über die Birne gefahren .. mit seinem Boot. Es dauert halt dann bißchen länger; doch das Manöver klappt. Abkippen rücklings, Abtauchen auf 4m und auf die Freundin warten. Sie kommt schnell, alles okay, und ich lasse mich wie gewohnt fallen. Auf ca. 35m dann die gewohnte Sprungschicht. Leichtes Anblasen, denn ganz in der Nähe der Abtauchleine ist der äußerst spitze Maststumpf anzutreffen. Die Sicht hier unten ist nun (heute) besonders schlecht; denke gerademal 4-5m horizontal. Ich schaue nach oben, die Freundin kommt. Ich kenne das(!) Schiff, ich kenne Schiffe im Allgemeinen und auch Wracks und dieses ist mir nicht unbekannt. Die Sicht ist schlecht, ich nehme die Kompaßpeilung zum vermeindlichen Vorschiff (automatisch), denn da möchten wir hin .. zur Brücke! Okay, hier ist der LR 4! Ich signalisiere meiner Freundin: "..Hier entlang.." und los gehts. Wie sonst auch taucht sie grundsätzlich versetzt hinter mir, und _ich_ muß mich umdrehen. Die Sicht ist schlecht. Die Kante zu LR4 ist erreicht und ich gebe Gas. Der Weg zur Brücke ist extrem lang. Wir sind für längere Grundzeiten ausgerüstet, doch sollten wir auch ankommen. Meine Freundin ist keine besonders Schnelle Unterwasser. Dem Rechnung tragend, trete ich nur "rücksichtsvoll" - kräftig in die Flossen. Heute scheint der LR4 recht groß zu sein .. ich sehe keinen Schatten der Mitschiffssektion .. egal, ist wohl schlechte Sicht und schnell bin ich auch nicht. Mir fällt _nun_ auf, daß der LR4 heute zudem leer ist. Er müßte, da Ladung sich in ihm befindet und darauf Sand/Sediment lagert sichtbar sein. Gut, es ist schlechte Sicht, ..es wird Zeit Fühlung zum Laderaum-Grund aufzunehmen. Ich trete weiter kräftig in die Flossen. Der Tiefenmesser zeigt jetzt über 60m an und nun erst kommt das "Sediment von LR4" in Sichtweite. Es sieht heute anders aus als im Frühjahr .. es sieht hier heute alles anders aus ...hier stimmt `was nicht .. und wo ist meine Freundin!? "Kugelblick" .. oben, unten, hinten, voraus, rechts, ..links, oben, unten .. Scheißääääh!!! Keine Freundin, kein Fisch, ...kein Wrack mehr! Ich bin 3-4 Meter übern MEERESGRUND. Hier sind kleine Steine und mal handtellergroßer Bewuchs .. sonst Sand und sonst nichts!!! Es ist zwar nicht zappen-duster, eher milchig-trüb, aber ..irgendwie dunkel. Und die Freundin ist weg .. so`ne Scheiße! Die Freundin ist weg. Ich komme hier schon klar, aber was ist mit ihr? Was, wenn sie mir hinterher getaucht ist und doch nicht mithalten konnte, ich einige Grad abgewichen bin und sie nun auf dem Rückweg nicht mehr finde und _sie_ in einer ähnlichen Lage ist, nämlich außerhalb und weit weg vom Wrack, in der freien See auf 60m, alleine? Regelwechsel auf den leichter atembaren Abyss Kompaß ist bereits bei Peilung auf "Rückweg" eingestellt worden .. es reicht der Zahl nach zu tauchen und AK-Voraus mit 180° Kehrtwende. Ich bleibe in Grundnähe um u.a. ggf. ein Suchmuster fahren zu können. Jedoch geht es erstmal genau 180° zurück, denn es ist grundsätzlich zwischen uns ausgemacht, daß (sie) konkret dort wartet, wo wir uns absichtlich/unabsichtlich verloren haben. Die Zeit vergeht nicht .. oder besser doch zu schnell. Es sind nunmehr schon gut sieben Minuten vergangen und ich war in 1- 2 min. unten! Ein Schatten tut sich vor mir langsam auf .. es ist die riesige Bordwand des großen Frachters. Ich steige an ihr auf .. hier alleine um die gut 8 Meter, das Schanzkleid ist nunmehr zu sehen ..und auf ca. 48m in Schwebe meine wartende Freundin! Mir fällt ein Stein, ein riesiger Stein von der Seele. Oh Gott .. punkt-genau zurück und das bei (leichter) Strömung. Mein Luftvorrat ist im Arsch, nicht restlos aber immerhin außerhalb der Planung. Reglerwechsel auf S600/Mk25. Ich gebe nunmehr die Richtung Vorschiff an und merke, daß ich zum Achterschiff schwimme. 180° Kehrt und jetzt endlich Richtung Vorschiff. Bis zur achterlichen Mitschiffssektion ist es nicht soo weit, sodaß ich diesen Abstecher noch wagen möchte um mir noch einen kurzen Überblick hinsichtlich Maschinenraum zu gönnen. Dort angelangt am Schott fange ich an mir Gedanken über den bisherigen Verlauf dieses TG`s zu machen. Ich zwinge mich zu Klarheit und komme zu dem Entschluß, diesen TG an genau dieser Stelle einfach abzubrechen und es für heute einfach gut sein zu lassen. Rückweg zur Aufstiegsboje und mit Tiefenstop geht es nach Hause. Einfach nur noch nach Hause! Auf 6m das Ventil der Rein-O2 - Butz öffnen und Reglerwechsel auf Sauerstoff. Ich habe heute keine Lust auf Zeichensprache und Schreibereien auf Tafel. Ich schließe die Augen und denke über die eben abgelaufene Scheiße nach ... Abends fahren wir nach Cartagena. Ich lade meine Freundin zu etwas Wein und leichten Häppchen in ein schwimmendes Restaurant ein. Dort werten wir den TG aus .. sie lacht zwar und entschuldigt sich, daß sie mich alleine gelassen hat und bedauert dieses. Ich entgegne ihr, daß sie sich einfach an unsere Absprache gehalten hat und das dies so oder so das Beste war .. in dieser Situation. Ich ziehe sofort meine Konsequenzen aus diesem TG! Ich "freue" mich über das im Hafen liegende U-Boot. Viel mehr kann ich mir nicht abgewinnen .. ich versinke in Gedanken....... was wäre wenn....... (?) Fortsetzung folgt (c) Rene Heese, 2005 rechtlicher Hinweis: (nicht auf Rechtschreibung geprüft. Die Schilderungen sind grundsätzlich übertrieben und Ähnlichkeiten mit lebenden Personen rein zufällig, dieser Bericht soll lediglich unterhaltenden Charakter tragen und zur Belustigung dienen- kein Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Die Tauchgänge sind grundsätzlich gefährlich und sind nicht zur Nachahmung empfohlen) |
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#2
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| Hi Marc > Wie was? Öh, hab ich was verpasst, oder ist die angekündigte grosse > Verbrüderungsaktion mit dem inzwischen genesenen Jesus unterwegs > verloren gegangen? (etwas unklar formuliert) die "Truppe um Jesus". Jesus wird erst morgen wieder gesund, also im dritten Teil. Und selbst Jesus wird (in einen der nachfolgenden Teile) nicht unbeding mit nautischen Fähigkeiten glänzen. Dazu dann später mehr... Und danke für die Aufmerksamkeit(en) .. beim Lesen! Lg. Rene |
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#3
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| Moin Ihr beiden! > wir haben uns im Urlaub auch ueber ein U-Boot gefreut, > das lag allerdings nicht im Hafen, sondern als Wrack > auf dem Meeresgrund ...Da bitte ich doch jetzt mal um einen Bericht, ggf. auch per PM! Was für ein Boot, wo, wie tief... Lg. Rene |
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#4
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| > Schoen war´s. Grrrrrr... Lg. Rene |
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